Die richtige Ernährung für das Baby

Mit dem Nachwuchs dreht sich bei frisch gebackenen Eltern alles um die richtige Ernährung für das Baby. In unserem Apothekertipp erhalten Sie Antworten auf viele bohrende Fragen, die beim Ernährungsplan für das zarte erste Lebensjahr Orientierung geben, wie zum Beispiel: Wie lange sollten Babys gestillt werden? Welche Babynahrung ist für welches Alter erforderlich? Wie funktioniert das mit der Beikost?

So viel vorweg, die wesentlichen Teile der richtigen Ernährung für das Baby im ersten Jahr bestehen aus Milchernährung und Beikost bis hin zur Familienkost.

 

Stillen – Muttermilch als natürliche Babynahrung

Wenn das Stillen auf Anhieb gelingt, ist der Grundstein für die richtige Ernährung für das Baby gelegt. Mit der Muttermilch empfängt das Baby ein Rundum-Wohlfühlpaket, das die Entwicklung von der Geburt an bis zum sechsten Lebensmonat entscheidend begünstigt.Vom Stillen profitiert der Säugling von einer von Natur aus ausgewogenen Nahrung, sofern die Mutter nicht an Nährstoffmangel leidet. In der Muttermilch steckt der Schlüssel zum körpereigenen Abwehrsystem,das sich erfolgreich gegen pathogene Keime und Allergien zu schützen weiß. Im Gegensatz zum Muttermilchersatz steht beim Stillen jederzeit die weiß-gelbliche Flüssigkeit als körperwarme Mahlzeit bereit. Außerdem genießt das Baby beim Trinken an der Brust den Hautkontakt, der mit Wärme und Geborgenheit die gesunde Mutter-Kind-Beziehung stärkt.

 

Säuglingsanfangsnahrung– Milchpulver als Muttermilchersatz

Ist das Stillen nicht möglich oder nicht erwünscht, greifen Mütter auf eine Säuglingsanfangsnahrung zurück. Als Ersatz zur Muttermilch dient die Babynahrung ab der Geburt bis in den sechsten Monat. Zusätzlichzur Beikost ab dem – frühestens – fünften Monat kann die Ersatznahrung das gesamte erste Jahr über zugefüttert werden. Im Handel wird dieses Milchpulver als Pre-Nahrungund 1-er-Nahrung geführt. Beide aufbereiteten Fläschchen-Nahrungen entsprechen weitgehend der Muttermilch. Seit August 2013 wurde das Angebot des Muttermilchersatzes auf Basis von Kuhmilch EU-weit um Ziegenmilch-Produkte erweitert.

  • Pre-Nahrung: Die Pre-Babynahrung enthält das Kohlenhydrat und natürlichen Milchzucker Laktose. Pre- Nahrung ist dünnflüssig wie Muttermilch.Die leicht verdauliche Flaschennahrung ist von Geburt an geeignet oder zum Zufüttern je nach Bedarf. Aptamil Pre Pulver beispielsweise ist der Muttermilch durch LCP Milupan® und patentierte Prebiotics besonders nah.
  • 1-er-Nahrung: Die 1-er-Babynahrung wirkt noch sättigender, weil sie obendrein mit Stärke angereichert ist. 1-er Nahrungen erkennen Sie an einer sämigen Konsistenz. Sie kommt im Anschluss an das Stillen oder nach einer Pre-Nahrung zum Einsatz.

Folgenahrung – Folgemilch

Erst ab dem sechsten Monat entspricht die Folgenahrung den Bedürfnissen des Babys. Von diesem Zeitpunkt an kann mit Beikost begonnen und zusammen mit der Folgemilch gereicht werden. Die Folgenahrung ist auch unter der Bezeichnung 2-er-Nahrung geläufig. Selbst ausgeprägten Hunger stillt dieseTrinknahrung, was auf das enthaltene Getreide zurückzuführen ist: Folgemilch wird mit Gerste oder Hafer versetzt. NOVALAC 2 Standard Folge-Milch 6-12 M.  ist gluten- und kristallzuckerfrei sowie mit Eisen versetzt.

 

Beikost

Die richtige Ernährung für Babys ab fünf Monaten setzt Beikost auf den Speiseplan. Spätestens Anfang des siebten Monats sollte mit dem ersten Brei begonnen werden. Mit Einführung der Beikost reduzieren Sie allmählich die Milchmahlzeiten.

  1. Brei: Gemüse, Kartoffeln und Fleisch. Beliebte Gemüsesorten sind z. B. Möhren, Pastinaken, Brokkoli, Blumenkohl oder Kürbis. Statt Kartoffeln empfiehlt sich auch die Gabe von Reis oder Nudeln. Anstelle des Fleisches servieren Sie ruhig einmal Fisch, um die Abwehr gegen Allergien zu erhöhen.
  2. Brei: Milch und Getreide. Der Beikostplan erlaubt ab dem sechsten bis achten Monat die Zubereitung des Milch-Getreide-Breis mit Kuhmilch.Verwenden Sie ruhig Vollmilch und verzichten vorerst auf Pudding, Joghurt, Quark- und Milchspeisen.
  3. Brei: Obst und Getreide. Vitamine bereichern den Speiseplan im siebten bis neunten Monat, indem Sie den Brei nach und nach mit einer anderen Obstsorte anbieten.

Mittlerweile genießt Ihr Sprössling tägliche Brei-Mahlzeiten. Zur Auswahl in der Online-Apotheke steht nach dem vierten Monat der Bio-Babybrei mit Reisflocken und ab dem sechsten Monat der Holle Bio-Babybrei mit Babymüsli oder auch der Holle Bio Babybrei 3-Korn.

Fläschchen und Muttermilch können weiterhin gegen den Hunger gefüttert werden. Der Ernährungsplan enthält zwar Richtlinien, richtet sich letztlich aber nach Ihnen und der individuellen Entwicklung Ihres Babys. Beachten Sie in jedem Fall, dass Rohmilch und Honig im ersten Jahr noch nicht verträglich sind. Auch Nüsse, Erbsen und Beeren sind wegen Erstickungsgefahr noch keine Option.

 

Familienkost

Zehnter bis zwölfter Monat. Ihr Spross wird zunehmend das gleiche Essen einfordern, das auch auf Ihrem Teller liegt. Schrittweise werden die Mahlzeiten durch feste Kost ersetzt. Bieten Sie neben Gemüse auch Brot, Müsli und Zwieback an.

 

Die richtige Nahrung für das Baby bei Allergierisiko

Besonders bei erhöhtem Allergierisiko sollten Sie Ihr Kind lange stillen. Insbesondere dann, wenn ein anderes Familienmitglied an Asthma, Neurodermitis oder Lebensmittelallergie leidet; das Kind quasi durch allergische Erkrankungen vorbelastet ist.

HA-Nahrung – hypoallergene Babynahrung

Für Babys mit erhöhtem Allergierisiko ist die HA-Nahrung als Säuglingsanfangsnahrung (Pre/1) und Folgenahrung (2) erhältlich. Sie verringert präventiv das Risiko allergischer Reaktionen, wie die einer Lebensmittelallergie. Die hypoallergene Babynahrung schmeckt leicht bitter, weil das Eiweiß der enthaltenen Kuhmilch zugunsten der besseren Verträglichkeit aufgespalten wird. Milupa Milumil HA 1 ist eine Anfangsnahung, die allergenarm und glutenfrei ist.

Spezialnahrung bei bestehender Allergie

Eine Spezialnahrung wird empfohlen, wenn eine Allergie gegen z. B.Kuhmilcheiweiß nachweislich besteht.Wenden Sie sich fürdiese Babynahrung bitte an Ihren Kinderarzt.