Clotrimazol

Clotrimazol ist ein Arzneiwirkstoff, der zur Gruppe der Antimykotika gehört und zur Behandlung von verschiedenen Pilzinfektionen dient. Der Wirkstoff ist als Creme, Spray, Puder, Vaginal-Tabletten, Scheidenzäpfchen oder Lösung erhältlich. Clotrimazol gehört zur Untergruppe der Azol-Antimykotika. Diese Antipilz-Wirkstoffe zeichnen sich durch ihre breite Wirksamkeit gegen viele Formen von krankheitserregenden Pilzen aus.

Clotrimazol ist gehört zu den OTC-Präparaten und ist in Ihrer Versandapotheke ohne Rezept auch als Generikum erhältlich.

o

Anwendungsgebiete

Der Wirkstoff Clotrimazol wird zur Behandlung von Pilzerkrankungen auf Haut und Schleimhäuten eingesetzt. Er wirkt gegen drei Arten von Pilzen, die Hautpilzinfektionen auslösen können. Dazu gehören Dermatophyten, Hefen – u.a. Candida-Arten – und Schimmelpilze.

Clotrimazol bekämpft außerdem gram-positive Bakterien und kann daher auch gegen bakterielle Infektionen verwendet werden.

Die häufigsten Anwendungsgebiete für Clotrimazol sind

  • Fusspilzinfektionen
  • Scheidenpilzerkrankungen
o

sowie harmlose Hauterkrankungen wie

  • das Erythrasma (Baerensprungsche Krankheit) und
  • die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor).
o

Hinweis: Weiterführende Informationen zu Pilzinfektionen und Scheidenpilz finden Sie im Krankheitenglossar.

o

Weiterhin wirkt Clotrimazol gegen Trichomonaden (Trichomonas vaginalis – einzellige Krankheitserreger, die Entzündungen in Scheide und Harnröhre auslösen können).

Die Dauer und genaue Dosierung sollte genau mit einem Arzt abgestimmt werden. Eine Behandlung mit Clotrimazol dauert durchschnittlich 2 bis 4 Wochen.

o

Wirkungsweise

Clotrimazol gehört zu den Imidazol-Antimykotika. Diese Antipilzmittel entfalten ihre Wirkung, indem sie den Pilz am Wachstum hindern. Der Wirkstoff Clotrimazol tut dies, indem er die Bildung von Ergosterin hemmt.

Ergosterin ist ein wichtiger Baustein für die Zellmembran der Pilzzellen. Indem Clotrimazol den Aufbau von Ergosterin verhindert, sorgt es dafür, dass sich die Pilzzellen nicht mehr stabil vermehren können.

Clotrimazol wirkt damit fungistatisch, da es den Pilz bekämpft, indem es das Pilzwachstum stört.

o

Wann sollte Clotrimazol nicht verwendet werden?

Wenn der Patient bereits überempfindlich oder allergisch auf Clotrimazol reagiert hat, ist von einer Behandlung mit dem Wirkstoff abzusehen.

Während der Schwangerschaft sollte die Anwendung von Clotrimazol zur Behandlung von Scheidenpilzinfektionen unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden. Dies gilt besonders für das 1. Drittel der Schwangerschaft, da Studien zufolge in dieser Zeit das Risiko für eine Fehlgeburt besteht.

Eine Anwendung auf der Haut ist dagegen unbedenklich und schadet dem ungeborenen Kind nicht.

Nur während der Stillzeit sollte Clotrimazol nicht auf der Brust angewendet werden, damit es nicht von dem Säugling aufgenommen werden kann.

o

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Verwendung von Clotrimazol und anderen Antimykotika mit den Wirkstoffen Amphotericin, Nystatin, Namatycin können Wechselwirkungen auftreten. Clotrimazol kann die Wirksamkeit dieser Medikamente vermindern.

Informieren Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie derartige Medikamente anwenden.

o

Nebenwirkungen

Clotrimazol ist ein sehr gut verträglicher Wirkstoff. Gelegentlich, d.h. bei 1 bis 10 von 1000 Patienten, wurden Hautreaktionen wie Rötungen, Stechen oder Brennen beobachtet.

o

Medikamente

In Ihrer Versandapotheke finden Sie Präparate mit dem Wirkstoff Clotrimazol in den Kategorien Vaginalpilz-Therapeutika und Haut- und Nagelpilz.

Fungizid ratiopharm Pump-Spray hilft gegen Fußpilz. Zur Behandlung von Hautpilz eignet sich Mykohaug C Creme oder Antifungol Hexal Lösung.

Zur Behandlung von Scheidenpilz sind Zäpfchen als Darreichungsform optimal, wie zum Beispiel Canifug – Cremolum Vaginal-Suppositorien. Ebenfalls möglich ist eine Behandlung mit Vaginaltabletten wie Clotrimazol AL 200 Vaginaltabletten.