Antitussiva

Antitussiva (Sg. Antitussivum, griech. anti = gegen, lat. tussire = husten) sind Medikamente, die den Hustenreiz bei trockenem Husten dämpfen. Eine andere Bezeichnung für diese Medikamentengruppe ist Hustenstiller. Sie entfalten ihre Wirkung über das Zentralnervensystem, in dem sie beruhigend auf das Hustenzentrum im Gehirn einwirken.

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Anwendung

Hustenstiller werden meist bei Erkältungen verschrieben, wenn sich ein unproduktiver, trockener Reizhusten ohne Auswurf entwickelt hat, der als belastend und störend empfunden wird. So können es Hustenstiller zum Beispiel ermöglichen, dass der Patient nachts durchschlafen kann und nicht ständig husten muss. Andauernder Reizhusten kann auch Atemnot, Kopfschmerzen, Schmerzen in der Brust oder, in schweren Fällen, Herzrhythmusstörungen zur Folge haben. Antitussiva können bei diesen Beschwerden, die durch Husten entstehen, Linderung verschaffen.

Jedoch sollten Antitussiva mit Bedacht und ausschließlich zur Beruhigung von störendem, trockenen Reizhusten eingesetzt werden.

Produktiver Husten sorgt dafür, dass der Bronchialschleim abgehustet und aus dem Körper befördert wird. Würde man diesen Hustenreiz hemmen, dann könnte das Sekret nicht abgehustet werden. Es würde sich zuviel Bronchialsekret in den Lungen ansammeln. Dies kann die Atmung behindern und einen Nährboden für Bakterien bilden.

Eine Kombination mit schleimlösenden Hustenmitteln und Antitussiva ist daher zu vermeiden.

Hustenstillende Medikamente sollten nur für einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden. Wenn der Husten länger als 14 Tage andauert, ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen.

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Wirkstoffe

Viele hustenstillende Wirkstoffe gehören zur Gruppe der Alkaloide, die aus Schlafmohn gewonnen werden. Oder sie sind Abkömmlinge(Derivate) dieser Opiate. Deshalb sind die hustenstillenden Medikamente in der Mehrheit verschreibungspflichtig. Sie wirken jedoch schwächer als die Opiate und sind nicht schmerzstillend oder euphorisierend.

Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen u.a. Codein und Dihydrocodein. Für diese Substanzen besteht die Gefahr des Missbrauchs, da sie zu einer Abhängigkeit führen können. Daher sind Medikamente mit diesen Wirkstoffen verschreibungspflichtig.

Weitere Wirkstoffe aus der Gruppe der opoiden Antitussiva sind Noscapin und Dextromethorphan, die beide in rezeptfreien Medikamenten in der Apotheke erhältlich sind.

Andere Arzneistoffe mit hustenstillender Wirkung sind u.a.

  • Theobromin (in Kakao enthalten)
  • Dropropizin
  • Benproperin

Auch pflanzliche Mittel können hustenstillende Eigenschaften aufweisen. Neben dem Kakao (mit der Substanz Theobromin) gehören Ingwer und Adiowan-Samen (Ajowan, Königskümmel) dazu. Isländisch-Moos zählt ebenfalls zu den pflanzlichen Antitussiva. Dieser Wirkstoff lindert den Hustenreiz, in dem er sich als sanfter Balsam auf die gereizte Schleimhaut legt.

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Medikamente

Rezeptfreie hustenstillende Medikamente zur Behandlung von Reizhusten bei Erkältung erhalten Sie auch in Ihrer Versandapotheke medikamente-per-klick. Der Wirkstoff Dropropizin ist enthalten in Larilyn Hustenstiller Pastillen. Ein Hustensaft mit hustenstillender Wirkung ist Sedotussin Hustenstiller Saft. Den pflanzlichen, hustenreizstillenden Wirkstoff Isländisch Moos gibt es in Form Isla Moos Pastillen zum Lutschen.

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