Syphilis

Symptome und Ursachen von Syphilis

Syphilis oder auch Lues, harter Schanker bzw. Franzosenkrankheit  ist eine Infektions- bzw. Geschlechtskrankheit, bei der das Bakterium Treponema pallidum, meist über sexuelle Handlungen, weiter gegeben wird. Eine Übertragung des Syphilis-Erregers ist aber auch in der Schwangerschaft bzw. während der Geburt eines Kindes durch die erkrankte Mutter möglich (sogenannte angeborene Syphilis).

Relevant für die Übertragung des Bakteriums sind kleinste Verletzungen in der Schleimhaut. Im Körper gelangen die Keime über die Lymphe ins Blut. Mit dem Blut gelangen die Syphilis-Erreger dann in den ganzen Organismus. Je mehr Bakterien der Körper aufgenommen hat, umso schneller bricht die Geschlechtskrankheit  aus. Generell ist ein Zeitraum zwischen 10 bis 90 Tage denkbar, in der Regel muss man aber zwischen 14 und 24 Tagen rechnen.

Syphilis verläuft in vier Stadien. Im ersten Stadium, der sogenannten primären Syphilis entsteht ungefähr 3 Wochen nach der Ansteckung an der Stelle, an der die Treponema-Bakterien eingedrungen sind, ein hartes als Primäreffekt oder Ulcus durum bezeichnetes Geschwür. Je nach Art und Weise des ungeschützten Geschlechtsverkehrs kann sich dieses Knötchen am Penis, an den Schamlippen, in der Vagina, im weiteren äußeren Genitalbereich, im Anus oder im Mund befinden. Die zunächst ringförmige Verhärtung wächst schnell zu einem Geschwür mit einem geschwollenen, eingerollten Rand und eingesunkener Mitte heran. Auch die benachbarten Lymphknoten schwellen an. Da der Primäraffekt schmerzlos ist und auch ohne Behandlung nach vier bis sechs Wochen abheilt, bleibt die Syphilis zunächst oft unbemerkt.

Im zweiten Stadium, der sekundären Syphilis, treten verschiedene Haut- und Schleimhautveränderungen auf. Der Betroffene wird häufig mit schuppigen und/ oder eitrigen Bläschen übersät, die symmetrisch, aber auch fleckig auftreten. Nässende, ansteckende Pusteln treten vor allem an Stellen mit starker Schweißbildung und in Hautfalten auf. Befallene Schleimhautbereiche, oft in der Mundhöhle, sind rot oder grauweiß mit einem geröteten Hof. Mottenfraßartiger Haarausfall kann aufgrund von Hautveränderungen auftreten. Hinzu können allgemeine Symptome wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Rachenentzündung, Kehlkopfentzündung sowie Kopfschmerzen kommen. Aber auch Sehverschlechterungen, Doppelbilder, Ohrensausen oder Schwindel sind denkbar. Selten werden in diesem Stadium der Syphilis Entzündungen der Gelenke, Knochen, Leber oder Niere festgestellt. Typisch hingegen ist eine Schwellung der Lymphknoten.

Nach vier bis zwölf Wochen heilen die Hautveränderungen entweder spontan ab oder bestehen über Jahre (latente Syphilis) bzw. flammen  in verschiedener Ausprägung immer wieder auf. Nicht immer wird eine Syphilis in diesem Stadium diagnostiziert. In vielen Fällen ist der von Syphilis-Betroffene über Jahre beschwerdefrei.  In 30 Prozent der Fälle heilt die Geschlechtskrankheit sogar spontan aus.

Ist dies nicht der Fall, schließt sich eine tertiäre Syphilis (Spätsyphilis), das dritte Stadium, an. Die Bakterien befallen die Organe, zerstören Haut und Muskeln. Das Herz-Kreislauf-System, die Knochen und das Nervensystem können betroffen sein, zahlreiche neurologische und psychische Ausfälle wie Gefühlsstörungen oder Demenz können auftreten. Je nachdem, welche Funktion oder Körperregion in Mitleidenschaft gezogen ist, unterteilt man die Spätsyphilis und ihre Symptome in:

  • Kardiovaskuläre Syphilis: Kleinere Blutgefäße entzünden sich und können ihrer Aufgabe – die Versorgung der Wände von großen Gefäßen mit Blut und damit mit Sauerstoff – nicht mehr ausreichend nachgehen.  Dies wirkt sich auf die großen Blutgefäße aus und es kommt häufig zu Aussackungen der Gefäßwände, insbesondere im Bereich des in der Brust gelegenen Aortenbogens. Unter Umständen brechen die Wände auf und der mit Syphilis-Infizierte verblutet. Eine ausgesackte Aorta kann auch die Herzklappenfunktion behindern. Spätfolgen können dann eine Angina pectoris oder ein Herzinfarkt sein.
  • Gummatöse Syphilis: Geschwulste, die gummiartigen Eiter enthalten, sogenannte Gummen, entwickeln sich sowohl äußerlich auf der Haut, als auch innerlich.  Die Hautgummen sind bis zu mehrere Zentimeter große Knötchen, die vorwiegend im Gesicht, an Armen und Beinen und am Körperstamm auftreten und sich langsam vergrößern. Befallene Organe können Luftwege, Rachen, Speiseröhre, Magen, Leber oder Skelett sein. Die Knochengummen befallen überwiegend den harten Gaumen, den Nasenknochen und die Nasenscheidewand.
  • Skelettsyphilis: Neben dem Auftreten von Knochengummen kommt es hauptsächlich an den langen Röhrenknochen zu einer Knochenhautentzündung. Die betroffene Region schwillt dabei schmerzhaft an, die entzündete Knochenhaut verknöchert schalenartig um den Knochen und das Innere des Knochens, die sogenannte Markhöhle, wird ebenfalls geschädigt.

Der Neurosyphilis (quartäre Syphilis) im vierten Stadium liegt eine Hirnhautentzündung zugrunde.  Im Hirnwasser finden sich erhöhte Eiweißwerte und viele Zellen, es kommt zu Sehstörungen mit Doppelbildern. Wird die Geschlechtskrankheit nicht behandelt, entwickelt sich aus der Neurosyphilis die sogenannte parenchymatöse Form. Dabei wird das Hirngewebe zerstört und es kommt zu Kopfschmerzen, Gedächtnisverlust, Demenz, Schlaflosigkeit, Ausfällen der Gesichts-Muskulatur, Lähmung der Arme und/ oder Beine sowie Wahrnehmungsstörungen, evtl. auch manisch-depressive Zustände mit Halluzinationen.

Nach 25 bis 30 Jahren entsteht die sogenannte Tabes dorsalis mit Zerstörung der Nervenscheiden, Nervenwurzeln und Nervenknoten (Ganglien) – das Endstadium der Syphilis ist erreicht. Es ist gekennzeichnet durch ein gestörtes Schmerz- und Temperaturempfinden, Störungen beim Gehen, fahrige Bewegungen, Verlust der Reflexe, Impotenz und  Stuhl- und Harninkontinenz.

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Gängige Medikation von Syphilis

Besteht der Verdacht auf Syphilis, kann man mittels eines Bluttests, bei dem die Antikörper des Bakteriums festgestellt werden, Syphilis nachweisen. Aber auch die Untersuchung des Abstrichs der nässenden Hautveränderungen oder vom Primäraffekt bringt Gewissheit.

Wird Syphilis diagnostiziert, kann man diese Geschlechtskrankheit sehr gut mit dem Antibiotikum Penicillin heilen.  Hat ein Syphilis-Infizierter eine Penicillin-Allergie kommen zur Therapie andere Antibiotika wie Erythromycin oder Tetrazykline wie z.B. Doxycyclin in Frage.

Die Dosis und die Dauer der Syphilis-Therapie richten sich nach dem Krankheitsstadium. Insbesondere bei älteren Patienten und länger bestehender Syphilis besteht das Risiko, dass es zu Beginn der Antibiotika-Therapie zur Herxheimer-Reaktion kommt. Da durch die Einnahme der Antibiotika die Bakterien zahlreich versterben, werden Zellgift, sogenannte Endotoxine, frei, die  zu Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen führen. Mit Bettruhe und fiebersenkenden Medikamenten aus unserer Versandapotheke lassen sich diese Symptome lindern.

Auch der Partner eines Syphilis-Patienten muss sich einer Antibiotika-Behandlung unterziehen.

Eine Impfung gibt es gegen die meldepflichtige Geschlechtskrankheit nicht, wohl aber einen wirksamen Schutz: Safer Sex unter Verwendung von Kondomen, die Sie ebenfalls im Angebot unserer Internetapotheke medikamente-per-klick.de finden.

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