Rheuma

Symptome und Ursachen von Rheuma

Schmerzen CollageBeschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen, die verstärkt am Morgen und in der Nacht auftauchen und mit funktionellen Einschränkungen verbunden sind, bezeichnet man mit Rheuma. Häufig zeigen zunächst die Fingergelenke eine länger als eine Stunde anhaltende Morgensteifigkeit auf, und es sind nur wenige Gelenke betroffen. Später greift das Rheuma auf die übrigen Gelenke über, die sich stark verformen. Die Fingergrund- und die Fingermittelgelenke schwellen an, eine allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit und Erschöpfung kommt hinzu.

Rheuma verursacht zudem, wenn auch bedeutend seltener, Symptome an Organen. Hierzu zählen beispielsweise Herzbeutelentzündung, Bindegewebsvermehrung der Lunge, Entzündung diverser Augenwandschichten, Rheumaknoten mit Hautdefekten, v.a.an Unterschenkeln und Fußrücken oder das sogenannte Sicca – Syndrom, eine chronische Entzündung der Speichel- und Tränendrüsen.

Die häufigste Form von Rheuma ist die rheumatoide Arthritis, bei der die körpereigene Abwehr fehlgesteuert ist. Die eigenen Gelenke und Gewebe werden angegriffen und zerstört. Die Ursachen für eine rheumatoide Arthritis sind noch nicht gänzlich geklärt, wohl weiß man aber, dass auch genetische Faktoren eine Rolle bei der Auslösung der gegen körpereigene Gewebe gerichteten Prozesse spielen. Häufig verläuft eine rheumatische Erkrankung chronisch. Manche der Verläufe sind gutartig, andere können den Betroffenen mit der Zeit dauerhaft hilfsbedürftig machen. Sind mehr als fünf Gelenke betroffen spricht man von chronischer Polyarthritis.

Etwa 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung leiden an entzündlicher rheumatischer Erkrankung, Frauen sind bedeutend häufiger betroffen als Männer. Rheuma kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber bei Frauen am häufigsten zwischen 54 und 63 und bei Männern zwischen 65 und 75 Jahren.

 

Gängige Medikation von Rheuma

Ein Arzt wird aufgrund der Krankengeschichte, der Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen sowie einer Blutuntersuchung die Diagnose stellen. Rheuma ist nicht heilbar, man kann lediglich versuchen den Verlauf zu verzögern, die Schmerzen zu lindern und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Um Folgeschäden zu vermeiden, ist es günstig so zeitig wie möglich mit einer Therapie zu beginnen. Diese wird aus der Verabreichung von Basismedikamenten und eventuell entzündungshemmenden sowie schmerzlindernden Präparaten in Zusammenwirkung mit physikalischer und/oder chirurgischer Therapie sowie Krankengymnastik oder Ergotherapie bestehen. Bei der operativen Variante wird die Gelenkschleimhaut entfernt und mit Gelenkprothesen wieder rekonstruiert.

Die sogenannten Basistherapeutika greifen direkt in den Verlauf der rheumatischen Erkrankung ein. Zu ihnen gehören Medikamenten mit dem Wirkstoff Methotrexat wie die rezeptpflichtigen Methotrexat Hexal, Sulfasalazin, z.B. die rezeptpflichtigen Sulfasalazin Heyl Filmtabletten und Chloroquin. Diese Präparate verhindern entzündliche Schübe und das Versteifen der Gelenke, wirken allerdings erst Wochen oder Monate nach der ersten Einnahme. Daher werden sie durch Schmerzmittel wie die nicht – steroidale Antirheumatika (NSAR) ergänzt. Diese lindern die Symptome, verhindern aber den Verlauf nicht. Diclofenac, z.B. von Ratiopharm, Paracetamol, z.B. von 1 A Pharma, Iboprufen, beispielsweise von Heumann Pharma oder das rezeptpflichtige Celecoxib sind Präparate die man bei durch Rheuma verursachte Schmerzen nehmen kann. Sie wirken schnell und sorgen dafür, dass die Gelenke bewegt werden können. Das Kortison in Form von wirkt entzündungshemmend und wird vom Arzt bei akuten Krankheitsphasen verschrieben.

Zur unterstützenden Behandlung der Gelenkbeschwerden kann ab und an das wohltuendes Rheumabad von Kneipp, ein H&S Rheuma – Tee oder der Schönenberger Brennnesselsaft nicht schaden.

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