Parodontose

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Wenn wir von Parodontose sprechen, meinen wir oft die Parodontitis. Das ist eine von Bakterien hervorgerufene Entzündung des Zahnhalteapparates. Die Entzündung führt zu einer Zerstörung des Zahnhalteapparates, der nicht wieder gesund werden kann. Die weitergehende Zerstörung kann aber aufgehalten werden. Auch zur Vorbeugung von Parodontitis (Parodontose) ist es wichtig, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen und eine optimale Zahnhygiene zu betreiben. Andernfalls droht der Zahnverlust. Die Parodontose ist die als Zahnfleischrückgang bekannte Krankheit. Dabei kommt es praktisch immer zu einer Entzündung und daher ist der Begriff der Parodontose heute nicht mehr gebräuchlich. Typisch für die Parodontitis ist auch das Zahnfleischbluten. Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter bei jedem Zähneputzen. Wichtig ist grundsätzlich, regelmäßig die Zahnbürste zu wechseln und hochwertige Zahncremes zu verwenden. Parodontitis ist wie Karies extrem häufig. In Deutschland leiden 10 bis 15 Millionen Menschen daran. Fast 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter der schwersten Form, die mit Zahnverlust einhergehen kann.

 

Ursachen für eine Parodontitis

Bakterielle Zahnbeläge (Plaque) lösten eine Parodontitis aus. Damit es weniger zu solchen Belegen kommt, ist die Zahnhygiene wichtig. Auch sollte die Ernährungsweise zuckerfrei bis zuckerarm gestaltet werden. Besonders zu meiden sind klebrige Zuckerwaren, süße Säfte und andere mit Zucker gesüßte Getränke. Der Körper versucht die Bakterien zu zerstören und greift dabei auch gleichzeitig das Zahnfleisch, die Zähne und die Knochen an. Daher kommt es zu Zahnfleischblutungen, der Bildung von Zahnfleischtaschen und dem Zurückgehen des Zahnfleisches. Der Endpunkt ist der Verlust der Zähne. Durch Mundspülungen können die Probleme gelindert werden und die Bakterienflora positiv beeinflusst werden. Daher sollten Menschen, die unter Zahnfleischbluten und anderer Anzeichen für eine Parodontitis leiden, regelmäßig die Zähne gründlich spülen. Wichtig ist es auch mindestens zweimal täglich mit Zahnseide  die Zahnzwischenräume gründlich zu reinigen. Manche Menschen verwenden eine elektrische Zahnbürste oder eine Munddusche. Zudem sollten die Zahnzwischenräume aber noch mit Zahnseide gereinigt werden.

 

Risikofaktoren für eine Parodontitis

Neben Fehlernährung und mangelhafter Zahnhygiene gibt es verschiedene Risikofaktoren für eine Parodontitis. Grundsätzlich sind Zahnbeläge (Plaque) zu vermeiden. Das gilt auch für Zahnstein, der regelmäßig beim Zahnarzt entfernt werden sollte. Zudem gibt es für die Entstehung von Parodontitis auch erbliche Faktoren. Tabakkonsum, schlecht eingestellter Diabetes mellitus, Schwangerschaft, Zahnkaries, Mundatmung, Zähneknirschen, Immunschwäche und Vitaminmangel führen oft zu Parodontitis.

 

Verlauf und Diagnose der Parodontitis

Mit Parodontalsonden und anderen diagnostischen Hilfsmitteln (beispielsweise Röntgen) kann der Zahnarzt die Gesundheit des Gebisses einschätzen. Er kann die Tiefe der Zahnfleischtaschen bestimmen. Die Erkrankung ist chronisch und verschlechtert sich in Schüben. Zu Zahnlockerung kommt es erst nach Jahren. Um Schäden vorzubeugen ist es notwendig, regelmäßig (mindestens 1 besser 2-mal jährlich zum Zahnarzt zu gehen). Im schlimmsten Falle müssen die Zähne gezogen werden und es kommt zu prothetischen Ersatz der Zähne. Der Zahnarzt kann auch die Bakterien exakt analysieren, um eine antibiotische Behandlung einzuleiten.

 

Behandlung der Parodontitis

Der Zahnarzt versucht die Entzündung zu bekämpfen, die Zähne zu reinigen und den Betroffenen zur optimalen Zahnhygiene und Ernährungsweise anzuhalten, um die Zähne zu erhalten. Beim Zahnarzt ist die professionelle Zahnreinigung wichtig, die sich auch zur Vorbeugung von Parodontitis bewährt hat. In schweren Fällen muss das Zahnfleisch chirurgisch behandelt werden, um betroffene Zähne unter Sicht behandeln zu können. Spezielle Laserbehandlungen haben sich bewährt. Frühzeitig behandelt kann die Parodontitis im Fortschreiten gehindert werden. Die Behandlung ist langwierig und unangenehm führt aber oftmals zur Erhaltung der Zähne. In jedem Falle ist eine gute Mundhygiene wichtig. Bei unbehandelter Parodontitis kommt es nicht nur zum Zahnverlust. Auch das Risiko für das Auftreten von Krankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes mellitus und Rheuma ist erhöht.