Parkinson

Parkinson (Morbus Parkinson, idiopathisches Parkinsonsyndrom (IPS), Schüttellähmung) ist eine Erkrankung des Gehirns, die sich insbesondere durch eine verlangsamte Beweglichkeit und gestörte Bewegungsabläufe zeigt. Sie gehört zu den häufigsten Krankheiten der Neurologie. Allein in Deutschland sind rund 300.000 Personen an Morbus Parkinson erkrankt. Oft sind ältere Menschen davon betroffen, da die Erkrankung häufig zwischen dem 55. und dem 79. Lebensjahr ausbricht.

Eine vollständige Heilung der Krankheit ist bis heute nicht möglich. Eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Therapie kann die Lebensqualität des Betroffenen jedoch spürbar verbessern und die Lebenserwartung verlängern. Zum Behandlungskonzept von Parkinson gehört die Gabe von Medikamenten ebenso wie Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie.

Benannt wurde die Erkrankung nach dem britischen Arzt James Parkinson, der 1817 die Hauptsymptome der Schüttellähmung beschrieb.

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Symptome von Parkinson

Typisch für die Krankheit sind ein fortschreitender Verlauf und der Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die den Nervenbotenstoff Dopamin enthalten. Warum es dazu kommt, ist nicht bekannt. Daher sprechen Experten von einem idiopathischen Parkinson-Syndrom (idiopathisch = griech. ‚ohne erkennbare Ursache’). Das Hormon Dopamin ist eine Vorstufe der Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Liegt ein Dopamin-Mangel im Gehirn vor, dann kommt es zu einem Ungleichgewicht des Hormonhaushaltes. Dies wirkt sich auf die Bewegungsfähigkeit aus. Es kommt zu den typischen Symptomen von Parkinson:

  • Muskelsteifheit (Rigor)
  • Zittern (Tremor)
  • die Verlangsamung der Bewegung (Hypokinese)
  • Bewegungsarmut
  • Bewegungslosigkeit (Akinese).

Menschen, die von Parkinson betroffen sind, erhalten häufig eine Vorstufe von Dopamin als Medikament. Oft verbessert sich ihr Zustand dadurch.

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Verlauf von Parkinson

Die Symptome für IPS entwickeln sich meist erst im weiteren Verlauf der Krankheit. Im Frühstadium sind sie oft noch nicht zu erkennen. Patienten klagen dann über rheumaähnliche Beschwerden wie schmerzhafte Muskelverspannungen in Schultern und Armen. Hinzu kommen Müdigkeit, vermehrte Schweißausbrüche, Verstopfung sowie innere Unruhe.

Erst mit dem weiteren Fortschreiten der Krankheit zeigen sich Bewegungseinschränkungen. Die Hände zittern, die Feinmotorik wird schwächer, d.h. Dinge wie Kämmen, Zähneputzen oder das Zuknöpfen von Kleidung macht auf einmal Mühe. Auffällig ist, dass Betroffene die Arme beim Laufen weniger mitschwingen lassen. Die Schritte werden kleiner und die Patienten laufen in einer gebeugten Körperhaltung. Im weiteren Verlauf von Parkinson treten die typische Muskelversteifung (Rigor) und die Verlangsamung der Bewegungsfähigkeit auf (Hypokinese). Schnelle Bewegungen fallen schwer. Die Reflexe, die z.B. dazu dienen, um Stürze abzufangen, sind gestört. Es besteht die Gefahr, dass betroffene Personen auf Grund dieser Instabilität der Körperhaltung hinfallen. Oft entwickeln sich zusätzlich Begleiterscheinungen wie Blasenschwäche, Darmträgheit bzw. Verstopfung, Sehstörung und Impotenz. Auch psychische Leiden wie Niedergeschlagenheit, Depressionen, eine Störung der Aufmerksamkeit bis hin zur Demenz zeigen sich im Zusammenhang mit Parkinson.

Im Spätstadium von Parkinson kann schließlich eine sogenannte akinetische Krise entstehen. In diesem Zustand kann sich der Erkrankte nicht mehr bewegen. Es besteht akute Lebensgefahr und der Patient muss dann so schnell wie möglich in einer Klinik behandelt werden. Die plötzliche Bewegungsunfähigkeit kann durch eine Absetzung oder Reduktion der Medikamente gegen Parkinson ausgelöst werden. Aber auch Infektionen oder Flüssigkeitsmangel können eine Ursache sein.

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Therapie von Parkinson

Da die Ursachen von Parkinson unbekannt sind, zielen Therapien darauf ab, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und die Beschwerden zu lindern. Dabei ist ein altergerechtes und individuelles Behandlungskonzept maßgeblich.

Mit Medikamenten ist es möglich, den Dopaminmangel im Gehirn wirksam zu behandeln. Dafür stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: Bei Levodopa (L-Dopa) handelt es sich um eine Vorstufe von Dopamin. Dopamin-Antagonisten imitieren die Wirkung des Hormons. MAO-B- und COMT-Hemmer blockieren Enzyme, welche für den Abbau von Dopamin im Gehirn zuständig sind. Damit bleibt eine bestimmte Konzentration der Substanz erhalten.

Zur Verringerung der Symptome von Parkinson werden heute auch neurochirurgische Methoden eingesetzt, wie z.B. eine Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation. Auch die Stammzellforschung gilt als Hoffnungsträger für die Behandlung von Parkinson in der weiteren Zukunft.

Methoden aus der Physio- und Ergotherapie werden eingesetzt, um die Bewegungsfähigkeit des Patienten zu erhalten. Zusätzlich ist es auch sinnvoll, begleitende Beschwerden wie Verstopfung, Schluckbeschwerden, Blasenschwäche oder Schlafstörungen zu behandeln. Entsprechende Hilfsmittel finden Betroffene auch im Sortiment Ihrer Apotheke medikamente-per-klick.de:

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