Osteoporose

Symptome und Ursachen von Osteoporose

human radiography scan with glowing bonesOsteoporose wird auch als Knochenschwund bezeichnet und ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der die Knochenmasse abgebaut wird und die Knochen an Stabilität verlieren. Werden die Knochen zu porös, kann es zu schmerzhaften Knochenbrüchen als Folgeerscheinung kommen. Frauen sind bedeutend häufiger als Männer betroffen. In Deutschland leiden etwa 1,3 Millionen Männer, aber circa 6,5 Millionen Frauen an Osteoporose.

Knochen bestehen aus formgebendem Gewebe, der sogenannten Matrix und den Mineralstoffen Kalzium und Phosphat, die in der Matrix eingelagert werden, um die Knochen hart und dicht werden zu lassen. Die lebende Verbindung aus Zellen wird mit Hilfe von Hormonen ständig auf-, um- und abgebaut. Vitamin D und das Schilddrüsenhormon Calcitonin sind für das Lagern von Kalzium verantwortlich, das Parathormon aus der Nebenschilddrüse löst Kalzium aus den Knochen heraus. Die Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen wiederum sind für die Bildung und Wirkung der regulierenden „Knochenhormone“ von Wichtigkeit. Ist dieser Regulationsmechanismus gestört, wird über das Knochenmaterial über ein erhöhtes Maß hinaus abgebaut. Kalzium wird nicht ausreichend eingelagert, die Matrix wird löchrig, die Knochen werden dünner und verlieren an Festigkeit. Die Zerstörung der Knochenstruktur kann mit starken Schmerzen einhergehen und letztendlich dann zu den Knochenbrüchen führen.

Erleiden Frauen einen Östrogenmangel in den Wechseljahren, kann es bereits nach etwa zehn Jahren nach der Hormonumstellung zum ersten Knochenbruch, meist der Wirbelkörper oder des Oberschenkelhalses, kommen. Die Altersosteoporose tritt bei beiden Geschlechtern ab dem 70. Lebensjahr auf. Gründe für die Altersosteoporose sind vor allem jahrelanger Mangel an Kalzium, Vitamin D und Bewegung.

Generell sind folgende Faktoren Osteoporose fördernd:

  • ein spätes Eintreten der ersten Regel;
  • ein frühes Einsetzen der Wechseljahre;
  • die Entfernung der Eierstöcke oder eine Funktionsstörung;
  • Funktionsstörung der Hoden;
  • mangelnde Bewegung;
  • übermäßige Diäten;
  • überhöhter Kaffee-, Alkohol– oder Nikotinkonsum;
  • zu intensiver Gebrauch von Abführmitteln;
  • zu viele phosphathaltige Nahrungsmittel;
  • genetische Faktoren;
  • eine übermäßige Produktion von Kortison im Körper;
  • Langzeitbehandlung mit Kortisontabletten oder –spritzen;
  • eine nicht behandelte Schilddrüsenüberfunktion;
  • eine Überfunktion der Nebenschilddrüse;
  • ein Mangel an Wachstumshormonen;
  • langjährige Erkrankung der Bauchspeicheldrüse oder des Darms wie Morbus Crohn, chronische Dickdarmentzündung;
  • Magersucht;
  • Milchzuckerunverträglichkeit;
  • Niereninsuffizienz;
  • Diabetes mellitus;
  • Rheuma;
  • Morbus Bechterew;
  • Lupus erythematodes, eine systemische Autoimmunkrankheit;
  • manche Tumore.

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Zu Beginn einer Osteoporose kommt es zu gelegentlichen Rückenschmerzen. Bei einer fortgeschrittenen Osteoporose brechen die Knochen ohne erkennbaren Anlass. Die Spontanfrakturen führen zu starken, akuten Schmerzen und zu Fehlstellungen, die Muskelverspannungen auslösen können. Typisch für die hormonell bedingte Osteoporose sind die Brüche der Wirbelkörper, die häufig als „Hexenschuss“ fehlinterpretiert werden und im Alter zum sogenannten „Witwenbuckel“ führen, da diese Patienten immer kleiner werden und sich ihr Rücken zu einen Rundrücken krümmt.

 

Gängige Medikation von Osteoporose

Wichtig sind vorbeugende Maßnahmen wie Bewegung, z.B. durch regelmäßige Spaziergänge, Rückenschwimmen, Wassergymnastik, Kraft- und Koordinationstraining oder Geh- und leichtes Lauftraining sowie eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Achten Sie auf eine ausreichende Kalziumzufuhr durch die Einnahme von Milchprodukten oder kalziumhaltigem Mineralwasser. Für Kinder empfiehlt sich bis 12 Jahren eine Kalziumzufuhr von 800 und ab 12 eine von 1200 Milligramm pro Tag. Erwachsene sollten zwischen 1000 und 1500 Milligramm Kalzium pro Tag zu sich nehmen. Im Angebot unserer Versandapotheke finden Sie auch Kalzium – Präparate zum Einnehmen wie die Calcium Sandoz fortissimum Brausetabletten, die Calcimed Brausetabletten oder die Calcium D3 AL Brausetabletten von Aluid Pharma.

Empfohlene Kalziumzufuhr mg/Tag
Ab einem Jahr 800
Ab zwölf Jahren 1200
Frauen ab 25 bis 45 Jahren 1000
Schwangere/Stillende 1200
Frauen ab 45 Jahren 1500
Männer ab 25 bis 65 Jahren 1000
Männer über 65 Jahren 1500

 

Vitamin D finden Sie im Fisch, in Eiern, Milch oder Milchprodukten. Bei Ihrer sportlichen Betätigung im Freien können Sie ebenfalls Vitamin D tanken. Gerade ältere Personen sollten darauf achten pro Tag mindestens eine halbe Stunde im Freien verbracht zu haben. Ist keine ausreichende Vitamin D – Zufuhr gewährleistet, kann man auch hier auf Präparate wie Vitamin D 3 Hevert Tabletten zurückgreifen.

Essen Sie wenige phosphathaltige Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Schmelzkäse oder Softdrinks. Phosphate tragen die Nummern E338 – 341 sowie 450. Vermeiden Sie übermäßigen Alkohol-, Nikotin- und Kaffeekonsum.

Wenn die Osteoporose bereits einen schwereren Verlauf nimmt, richten Sie Ihr zu Hause so ein, dass Sie wenig Stolperfallen haben, Teppiche nicht rutschen können und die Räumlichkeiten gut ausgeleuchtet sind. Lassen Sie zudem Ihre Sehkraft testen. Heben Sie nicht schwer und meiden Sie es bei Glatteis aus der Wohnung zu gehen. Tragen Sie flache und zweckmäßige Schuhe.

Manche Medikamente wie Schlafmittel, Betablocker oder Antidepressiva können verlangsamte Reaktionen hervorrufen. Falls Sie solche Präparate zu sich nehmen, beobachten Sie genau die Reaktion Ihres Körpers und besprechen Sie die Ergebnisse in Hinblick auf Ihre Osteoporose mit dem Arzt.

Bei Frauen werden nach der Menopause für drei bis fünf Jahre, manchmal auch länger, unterschiedliche Medikamente eingesetzt, um Brüche durch Osteoporose vorzubeugen. Ein übermäßiger Knochenabbau wird durch Bisphosphonate verhindert und die vorhandene Knochenmasse wird gestärkt. Infusionen können einmal im Jahr verabreicht werden, so dass man bei diesem Medikament auf eine tägliche Einnahme verzichten kann. Den Knochenabbau verhindern selektive Östrogen – Rezeptor – Modulatoren (SERM), die zudem den Knochenstoffwechsel regulieren. Die Zufuhr erfolgt hier einmal täglich in Tablettenform. Strontium Ranelat hemmt nicht nur einen übermäßigen Abbau der Knochenmasse, sondern steigert die knochenaufbauende Zellaktivität. Es ist als Pulver täglich einzunehmen. Der dem Parathormon verwandte Stoff Teriparatid fördert den Knochenaufbau und die Neubildung von Knochenstrukturen. Teriparatid wird häufig bei Frauen, die nach ihrer Menopause bereits einen Knochenbruch erduldet haben, einmal pro Tag für höchstens 18 Monate unter die Haut gespritzt.

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