Morbus Bechterew

Symptome und Ursachen von Morbus Bechterew

Morbus Bechterew,  auch bechterewsche Krankheit bzw. Spondylitis ankylosans genannt, ist eine chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken, insbesondere der Wirbelsäule. Neben den vorwiegend betroffenen Gelenken der Lenden- und Brustwirbelsäule sowie der Kreuz-Darmbeingelenke kann es zudem zu Entzündungen der Arm- und Beingelenke, Sehnen und Sehnenansätzen, der Regenbogenhaut des Auges und mitunter anderer Organe kommen.

Zu Beginn von Morbus Bechterew sind die Symptome eher diffus. Der entzündliche Rückenschmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule ist das Hauptsymptom von Morbus Bechterew. Der länger als drei Monate anhaltende Rückenschmerz setzt vor dem 45. Lebensjahr ein, beginnt langsam, erreicht am Morgen den höchsten Grad des Schmerzes sowie der Steifigkeit und bessert sich bei Bewegung.  Die Rückenschmerzen sitzen zu Beginn eines Morbus Bechterew fast immer tief und äußern sich als Kreuzschmerzen, da die bechterewsche Krankheit in der Regel mit einer Entzündung der Iliosakralgelenke, die das Kreuzbein mit dem Becken verbinden, beginnt. Später treten die Anzeichen ferner an der restlichen Wirbelsäule auf, die anfängt sich zu versteifen.

Wenn sich die bechterewsche Krankheit nur auf die Wirbelsäule beschränkt, können zum einen in Schüben auftretende Entzündungsschmerzen im Vordergrund stehen oder zum anderen die fortschreitende Versteifung der Wirbelsäulengelenke augenfällig sein. Dabei ist eine vollständig versteifte Wirbelsäule (Bambusstabwirbelsäule) nicht oft der Fall. Dehnt sich Morbus Bechterew allerdings auch auf andere Organe aus,  kommen folgende Symptome hinzu:

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  • Etwa 40 Prozent der von Morbus-Bechterew-Betroffenen haben eine Arthritis in den Gelenken der Gliedmaßen. Knie, Hüften und Schultern schmerzen und sind entzündet. Gerade die Hüften können durch die Entzündung schon in jungen Jahren stark angegriffen sein.
  • Bei etwa 20 bis 30 Prozent aller Menschen mit Spondylitis ankylosans sind  die Sehnen, das Sehnengleitgewebe sowie die Schleimbeutel entzündet und schmerzen.  Gerade die Achillesferse reagiert sehr häufig mit Schmerzen auf Druck. Häufig kann man in diesen Fällen auch die Entwicklung eines Fersensporns beobachten.
  • Wenn sich die vordere Augenkammer und die Regenbogenhaut des Auges immer wiederkehrend entzündet, spricht man von einer Iridozyklitis.  Auf etwa 30 bis 50 Prozent der von der bechterewschen Krankheit Betroffenen trifft dies zu.  Die typischen Symptome sind gerötete Augen, Schmerzen und Lichtempfindlichkeit. Zudem kann durch eine Verklebung die Sehkraft eingeschränkt werden.
  • Mitunter treten bei Morbus Bechterew auch Herzrhythmusstörungen, vor allem der Vorhöfe, mit anfallartigem Herzrasen sowie Störungen der Reizleitung auf. In eher seltenen Fällen entzündet sich die Hauptschlagader, was zu Klappenfehlern der Aortenklappe führt.
  • Nur sehr selten tritt bei der Spondylitis ankylosans  eine milde Lungenfibrose, insbesondere in den Lungenoberfeldern, auf.
  •  Durchfälle sind mögliche Anzeichen einer milden Dickdarmbeteiligung.

Ursächlich für Morbus Bechterew ist eine krankhafte Immunreaktion des Organismus, aus der sich eine chronische Entzündung, hauptsächlich der Wirbelsäule, entwickelt. Grund hierfür ist bei etwa 95 Prozent der Menschen mit Spondylitis ankylosans mit hoher Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Erbmerkmal namens HLA-B27. Dieses gehört zu einer Gruppe von Molekülen, die tragend bei der Infektionsabwehr und der Unterscheidung des Immunsystems zwischen fremden und körpereigenen Zellen sind. Das HLA-B27-Molekül hat eine dreidimensionale Form, in der es diverse Bakterien, vor allem die Erreger von Durchfall und Harnröhrenentzündungen wie beispielsweise Salmonellen oder Chlamydien einschließt und sie somit für gewisse Abwehrzellen des Immunsystems, den T-Lymphozyten, erkennbar macht. Den T-Lymphozyten gelingt es bei Morbus-Bechterew-Betroffenen nicht, die eingeschlossenen Bakterien wirksam zu beseitigen, sodass eine chronische Entzündung entsteht. Hinzu kommt ein Wechselspiel mit Umwelteinflüssen. Bei Tierversuchen fand man heraus, dass Morbus Bechterew in einer nahezu keimfreien Umgebung nicht ausbricht. Demzufolge kann das Erbmerkmal HLA-B27 dazu führen, dass sich das Abwehrsystem mit den normalen Keimen der Darmflora auf eine Weise auseinandersetzt, die eine chronische Entzündung auslöst.

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Gängige Medikation bei Morbus Bechterew

Bei der bechterewschen Krankheit zielt die Therapie in erster Linie darauf ab, Schmerzen zu bekämpfen und die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten. Mit einer regelmäßigen Krankengymnastik ist hierfür eine sehr gute Basis gelegt. Mitunter erfolgt eine stationäre Behandlung in Rheumakliniken. Daneben wird der an Spondylitis-ankylosans-Leidende mit nicht-steriodalen Antirheumatika, sogenannten NSAR, wie Diclofenac oder Indometacin  und Kortisonpräparate, Glukokortikoide wie Prednison, behandelt.  Diclofenac gibt es im Angebot Ihrer Versandapotheke medikamente-per-klick beispielsweise von ratiopharm in Form von Schmerzgel oder von Heumann als Gel. Indometacin führen wir zum Beispiel als  Mobilat Schmerzspray oder als Indo Top -ratiopharm Spray.

Basismedikamente, die den Verlauf der Spondylitis ankylosans beeinflussen wie Sulfasalazin oder Methotrexat komplettieren die Behandlung. Medikamente mit diesen Wirkstoffen sind auch bei uns auf Rezept erhältlich.

Bei einer sehr aktiven Form von Morbus Bechterew hilft eine medikamentöse Behandlung mit Präparaten, die den entzündungsfördernden Botenstoff  TNF-alpha (Tumor-Nekrose-Faktor alpha) hemmen. Diese neue Gruppe biologischer Hemmstoffe kann das Voranschreiten der bechterewschen Krankheit stark verzögern.

Eine Operation ist eher selten Bestandteil einer Behandlung von Morbus Bechterew. Wenn allerdings ein Hüftgelenk von Spondylitis ankylosans betroffen ist, benötigt der Morbus-Bechterew-Patient möglicherweise als Gelenksersatz ein künstliches Hüftgelenk.

In unserer Shop-Kategorie Rheuma, Arthrose befinden sich eine große Auswahl an Präparaten Ihrer Versandapotheke, die auch bei Morbus Bechterew eingesetzt werden können.

Ackerschachtelhalm ist beispielsweise ein wirksamer Stoff bei Morbus Bechterew, der die Sehnen befallen hat.  Der Ultra Protect Ackerschachtelhalm sorgt für einen besseren Aufbau, mehr Festigkeit und Erhalt der Sehnen- und Gelenkstrukturen durch seinen hohen Anteil an Kieselsäure. Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden eignet sich der H&S Rheumatee mit Brennesselblätter, Weidenrinde, Kornblumenblüten und Ringelblumenblüten.

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