Lungenkrebs

Symptome und Ursachen von Lungenkrebs

Unter Lungenkrebs oder auch Bronchialkarzinom, bronchogenes Karzinom,  Bronchuskarzinom bzw. Lungenkarzinom versteht man eine bösartige Neubildung entarteter Zellen der Bronchien oder Bronchiolen. Diese entarteten Zellen, meist Schleimhautzellen der Bronchien, teilen sich schneller, vermehren sich unkontrolliert und bilden Geschwülste, d.h. bösartige Tumore. Durch ihr rasches Wachstum zerstören sie das gesunde Gewebe.

Frühe Anzeichen für Lungenkrebs sind Atemnot, Brustschmerzen und anhaltender Husten. Diese Symptome können  leicht mit einer Erkältung verwechselt werden.  Daher sollten sich besonders Raucher über 40 Jahre, die einen Husten bei sich bemerken, der länger als drei Wochen andauert, auf Veränderungen in der Lunge untersuchen lassen.  In der weiteren Entwicklung des Lungenkrebses kommt es bei den Betroffenen zu blutigem Auswurf, Gewichtsverlust und mitunter zu Fieber.

Ist der Lungenkrebs weiter fortgeschritten, können sich Tochtergeschwulste, sogenannte Metastasen, bilden. Am häufigsten treten Metastasen dann in der Leber, im Gehirn, in den Nebennieren und im Skelett auf. Tochtergeschwulste im zentralen Nervensystem wie dem Gehirn können Nervenschädigungen verursachen. Daraufhin kann es zu Symptomen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder Lähmungen kommen. Außerdem können einige der Tumore Hormone ins Blut ausschütten und dadurch den natürlichen Hormonhaushalt beeinflussen.

Es gibt zwei wesentliche Arten von Lungenkrebs:

  • Das kleinzellige Bronchialkarzinom ist mit etwa 15 Prozent aller Lungenkrebs-Fälle selten, aber sehr aggressiv. Wird diese Form des Lungenkrebs diagnostiziert, haben sich häufig bereits Metastasen in anderen Organen gebildet.
  • Das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom umfasst verschiedene Formen von Lungenkrebs. Diese Tumore wachsen eher langsam und meist in begrenzten Gebieten  der Lunge. Metastasen werden ebenfalls recht langsam gebildet. Je nachdem, welcher Zelltyp vom Lungenkrebs betroffen ist, unterteilt man in Plattenepithelkarzinomedie mit 40 Prozent aller Fälle die häufigste Form von Lungenkrebs darstellen, in Adenokarzinome, die 35 Prozent aller Bronchialkarzinome betreffen und  häufig bei Nichtrauchern vorkommen sowie in großzellige Bronchialkarzinome, die nur bis zu 10 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs ausmachen.

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An Lungenkrebs erkranken jährlich in Deutschland rund 50.000 Menschen. Circa 90 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen sind oder waren Raucher. Deshalb zählt beim Lungenkrebs das inhalative Tabak-Rauchen zu den Haupursachen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Raucher, an Lungenkrebs zu erkranken, ist im Vergleich  zu einem Nichtraucher mindestens um das 10-fache und wenn man bereits im Jugendalter mit dem Rauchen angefangen hat um das 30-fache – erhöht. Passivrauchen erhöht ebenfalls das Lungenkrebsrisiko, nämlich um den Faktor 1,3 bis 2. Dem gegenüber stehen einige Substanzen wie Asbest, Arsen, Chrom, Nickel, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol im Kraftstoff, Kokereirohgase, radioaktive Stoffe, Quarzstaub oder Halogenäther die das Bronchialkarzinom auslösen können. Hinzu kommen in verschwindend geringem Ausmaß Lungennarben, die als Folge von Entzündungen oder Verletzungen entstanden sind, und erbliche Vorbelastung.

Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 68 bis 69 Jahren. Männer sind dabei mehr als doppelt so oft betroffen wie Frauen. Für sie ist Lungenkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache.

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Gängige Medikation bei Lungenkrebs

Die Heilungsrate ist erheblich von der Art des Lungenkrebses und seiner Ausdehnung abhängig. Im Falle des kleinzelligen Bronchialkarzinoms stehen die Prognosen eher sehr schlecht und liegen bei einer Fünfjahresüberlebensrate von unter zehn Prozent. Bei frühen Stadien von Lungenkrebs überleben 40 bis 50 Prozent der Betroffenen die ersten fünf Jahre.

Je früher Lungenkrebs behandelt wird, desto besser sind auch die Heilungschancen.

Bei Betroffenen, die an einem kleinzelligen Bronchialkarzinom leiden, führt man meist keine Operation durch. Hier erfolgt eher eine Chemotherapie unter Einsatz von Zytostatika. Diese Zellgifte, stoppen die besonders schnell wachsenden Krebszellen in ihrem Wachstum. Dies hat den Vorteil, dass auch das Wachstum der Metastasen verhindert wird.  Parallel oder im Anschluss kann eine Strahlentherapie  erfolgen, mit dem Ziel Hirnmetastasen vorzubeugen. Ergänzend zu diesen Maßnahmen kann beim kleinzelligen Lungenkrebs eine Operation sinnvoll sein, wenn der Tumor nur sehr klein ist.

Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom werden meist operativ entfernt. Gelingt es diesen Lungenkrebs komplett zu entfernen, bestehen gute Heilungschancen. Ist der Lungenkrebs in Nachbar-Gewebe eingewachsen oder sind die Lymphknoten in der Umgebung befallen, kann nach der chirurgischen Behandlung eine Bestrahlung sinnvoll sein. Liegen Tochtergeschwulste oder besonders große Tumore vor, erhalten die Betroffenen neben der Strahlentherapie häufig eine Chemotherapie.

Bei einer neoadjuvanten Therapie erhalten an Lungenkrebs-Erkrankte eine Chemotherapie  oder eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie, um den Tumor zu verkleinern und so eine Operation besser vorzubereiten.

Eine neue Therapie-Form ist die Therapie mit Antikörpern, die sogenannte Target-Therapie. Dem Patienten werden  Antikörper verabreicht, die beispielsweise die Weiterleitung von Wachstumsimpulsen ins Innere der Krebszellen blockieren wie Erlotinib oder das Wachstum der Blutgefäße, die den Tumor mit Blut versorgen, sogenannte Angiogenesehemmer wie Bevacizumab, hemmen.

Ist keine umfassend Heilung des Lungenkrebses möglich, wird versucht die Beschwerden zu lindern. Ein Metallröhrchen (Stent) wird zum Beispiel bei Atemnot, die durch Wachstum des Tumors in die Luftröhre verursacht wird, in die Luftröhre geschoben oder die Tumormasse wird in der endoluminale Brachytherapie mit einem Laser oder mit Bestrahlung von innen verkleinert.

Häufig finden sich bei Lungenkrebs-Patienten Knochenmetastasen, die Schmerzen verursachen. Diese sind mit Biphosphonaten oder starken Schmerzmitteln behandelbar.

In unserem Shop können Sie auch rezeptpflichtige Medikamente erhalten. Bei Fragen rufen Sie uns unter der Beratungshotline 09280/9844470 doch einfach an.

Das beste Mittel gegen Lungenkrebs ist allerdings frühzeitig mit dem Rauchen aufzuhören.  In der Kategorie Raucherentwöhnung finden Sie im Angebot unserer Versandapotheke viele hilfreiche Mittel, die Ihr Vorhaben unterstützen können.

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