Depression

Symptome und Ursachen einer Depression

56137300 © Tatyana Gladskih - Fotolia.comEine Depression ist eine psychische Erkrankung, die man zu den affektiven Störungen zählt.  Kennzeichnend sind bei einer affektiven Störung  die Stimmungsschwankungen und eine Minderung des Antriebs.  Bei einer Depression kommt es symptomatisch zu einer psychischen Niedergeschlagenheit. Wird eine Depression durch ein belastendes Ereignis wie der Tod eines geliebten Menschen ausgelöst, geht sie mit einer tiefen Traurigkeit einher. Häufig wird die Depression aber auch durch eine quälende emotionale Leere begleitet. Betroffene Personen sind in ihrer Lebensführung stark beeinträchtigt, alltägliche Aufgaben bewältigen sie nur mit Mühe. Selbstzweifel, Freud- und Interessenlosigkeit prägen ihr Handeln. Selbst Ablenkung und Zuspruch von Freunden und Familie verschaffen bei depressiven Menschen keine Erleichterung.

Depressive Personen entwickeln häufig Ängste. Ihre Konzentrationsfähigkeit lässt nach, oft kommt es zu Schlafstörungen. Sie haben keinen Appetit, fühlen sich hilflos, verspüren keine Hoffnung oder werden gegebenenfalls von Schuldgefühlen geplagt.

Sie reagieren häufig mit Rückzug und Vermeidung und wirken auf andere teilnahmslos. Dies macht sich auch durch einen gehemmten Körperausdruck bemerkbar. Mitunter äußert sich eine Depression durch eine Vielzahl an weiteren körperlichen Beschwerden. So treten Kopfschmerzen und Schwindel auf, das Herz rast, der Atem stockt. Die Monatsblutung bei Frauen bleibt gegebenenfalls aus.

Nicht jeder Mensch ist für eine depressive Erkrankung gleich anfällig. Biologische und psychologische Faktoren oder Lebensumstände  lassen bestimmte Personen für eine depressive Erkrankung anfälliger werden. Auslöser können einschneidende, traumatische Erlebnisse, aber beispielsweise auch Stress im Berufsalltag, Beziehungsprobleme oder Liebeskummer sein.

Biologische Faktoren sind zum Beispiel Besonderheiten im Aufbau und in der Aktivität des Gehirns. So sind bei von Depression betroffenen Menschen die Regionen im Gehirn, die für die Entstehung positiver Gefühle und für die Entwicklung von Zielen zuständig sind, weniger aktiv. Ferner sind Hirngebiete, die das Verhalten bei sozialen Kontakten steuern, deutlich geringer entwickelt als bei Personen ohne affektive Störungen. Hirngebiete, die an der Entstehung negativer Gefühle beteiligt sind, sind bei depressiven Personen indessen übermäßig aktiv. Auch die Gehirnregionen, die die Ausschüttung von Stresshormonen steuern, sind bei zu Depression neigenden Personen überaktiv. Weiterhin liegen bei affektiven Störungen mitunter Besonderheiten im Hirnstoffwechsel vor. Die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin sind bei einigen depressiven Personen in geringerem Maß vorhanden.  Diese Neurotransmitter spielen aber bei der Entstehung und Regulation von Gefühlen eine wichtige Rolle. Zudem ist das Risiko für eine Depression erhöht, wenn nahe Verwandte ebenfalls an Depression leiden.

Psychologische Faktoren sind Erlebnisse in der Kindheit, bei der die betroffene Person negative Denkmuster erworben hat. Dies geschieht durch eine schlechte Vorbildhaltung der Eltern, durch negative Erfahrungen mit früheren Bezugspersonen,  durch Missachtung oder Gewalt. Solche Geschehnisse führen häufig zur Entwicklung eines negativen Selbstbilds und zur Selbstablehnung. Die Betroffenen neigen dazu, ihrer Umwelt zu misstrauen und pessimistisch zu begegnen. Sie deuten selbst neutrale Ereignisse als etwas Negatives. Neue positive Erlebnisse, die nicht in ihr negatives Weltbild integriert werden können, nehmen sie nicht wahr.

Oft liegen einer Depression Situationen zugrunde, bei der der Betroffene die Umstände nicht beeinflussen konnte und diesen hilflos ausgeliefert war. Das geht mit einer innerlichen Aufgabe einher und einem späteren passiven Verhalten gegenüber diversen Problematiken. Zudem neigen Personen mit erhöhter Anfälligkeit für Depressionen bei negativen Ereignissen dazu, die Ursachen  allein bei sich selbst zu suchen.

Eine Depression kann jedoch auch das Anzeichen für andere psychische oder körperliche Erkrankung wie Epilepsie oder Schilddrüsenerkrankungen sein. Ist dies der Fall spricht man von sekundärer Depression. Auch medizinische Präparate, die beispielsweise in der Behandlung von Krebserkrankungen Verwendung finden, können Depressionen verursachen.

Eine Depression sollte man nicht mit einem Stimmungstief verwechseln. Sie ist eine ernst zu nehmende Krankheit, da viele Betroffene Selbstmord als einzige Lösung in Erwägung ziehen.

Gängige Medikation bei Depression

Depressionen werden meist aus einer Kombination aus Psychotherapie und Medikamenteneinnahme behandelt. Die psychotherapeutische Behandlung hat vor allem das  Ziel, depressive Verhaltensweisen und Denkstrukturen abzubauen und durch bejahende Denkmuster zu ersetzen. Der Therapeut erarbeitet oft eine aktive Tagesstruktur, um dem Interessenverlust und der Teilnahmslosigkeit entgegen zu wirken. Der engmaschige Tagesplan verhindert, dass der Patient sich allzu sehr zurückzieht.  Zudem kommen in der Therapie auch Rollenspiele und Kommunikationsübungen zum Einsatz, um den positiven Umgang zu anderen Personen zu erlernen.  Der Therapeut wird ferner negative Denkweisen aufdecken, nach den Ursachen forschen und gemeinsam mit dem Patient überprüfen in wie fern diese der Realität entsprechen bzw. neue sachliche Denkmuster entwickeln.

Die gegen Depressionen eingesetzten Medikamente sind in erster Linie Antidepressiva. Diese beeinflussen das Gleichgewicht der Hirnbotenstoffe, wirken allerdings erst zwei bis drei Wochen nach der ersten Einnahme und führen in der Anfangszeit mitunter zu starken Nebenwirkungen wie verstärkte Müdigkeit oder Übelkeit. Wenn die Symptome der Depression abgeklungen sind, sollten die Antidepressiva noch eine Zeit lang weiter eingenommen werden, um Rückfälle zu vermeiden, da es nach dem Absetzen der Medikamente zum erneuten Ausbruch der Depression kommen kann (rezidivierende Depression). Häufig kommen bei einer Therapie Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehmmer (SNRI) wie Venlafaxin oder selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) wie Citalopram oder Fluoxetin zum Einsatz.  Diese Präparate hemmen gezielt die Wiederaufnahme der Hirnbotenstoffe Serotonin beziehungsweise Noradrenalin in die Nervenzelle, sodass die Botenstoffe im Gehirn länger positiv wirken können. Das hellt die Stimmung auf und lindert Ängste. Mögliche, aber seltene Nebenwirkungen der Behandlung sind Herz-Kreislauf-Beschwerden, Kopfschmerzen, Übelkeit und Verdauungsprobleme. Aber auch sogenannte MAO-Hemmer wie Moclobemid bzw. tri- und tetrazyklische Antidepressiva wie Doxepin gehören zu den zur Verwendung kommenden Medikamenten, um eine Depression zu therapieren. MAO-Hemmer verhindern den Abbau bestimmter Hirnbotenstoffe wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin. Infolge dessen liegen diese Botenstoffe in höherer Konzentration vor und lindern damit Gefühle der Angst und Depression. Tri- und tetrazyklische Antidepressiva lösen Angstzustände und beruhigen.

Um die Zeit zu überbrücken, die die oben beschriebenen Medikamente benötigen, um zu wirken, verschreibt der Arzt häufig Benzodiazephine. Diese Mittel beruhigen und fördern den Schlaf.

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