Arthrose

Symptome und Ursachen von Arthrose

Der Begriff Arthrose steht für einen Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übersteigt. Gelenke können sich aus verschiedenen Gründen abnutzen. Maßgeblich ist eine hohe Belastung, beispielsweise durch:

  • Übergewicht
  • Fehlstellung der Gelenke (z.B. X-Bein-Stellung, Hüftgelenksfehlstellung)
  • knöcherne Deformierung aufgrund von Knochenerkrankungen wie Osteoporose
  • Gelenkentzündungen (Arthritis)
  • Knochenbrüche
  • Kapsel-Band-Verletzungen
  • angeborene Knorpeldefekte
  • Stoffwechselstörungen wie Gicht oder Diabetes mellitus

Eine spezielle Form der Arthrose ist die hämophile Arthrose, die durch die Bluterkrankheit, die sogenannte Hämophilie, hervorgerufen wird. Das Bluterknie entsteht dabei durch die erhöhte Blutungsneigung, die im verletzten Gelenk andauernde Blutungen verursacht.

Am Beginn einer Arthrose steht der Abbau des Gelenkknorpels bis der Knochen teilweise oder ganz freigelegt wird. Der Knochen wird nicht mehr ausreichend vor Stößen und großer Belastung geschützt. Er versucht die Überlastung auszugleichen, indem er verstärkt Knochensubstanz bildet. Deswegen kommt es zu Deformierungen und knotigen Verdickungen der von Arthrose betroffenen Gelenke.

Das abgeriebene Knorpel- und Knochenmaterial kann wiederum eine Entzündung der umgebenden Gelenkhaut verursachen. Dadurch sind die Gelenke immer wieder überwärmt und gerötet. Zudem kann sich Flüssigkeit im Gelenk anlagern und es kommt zu einem sogenannten Gelenkerguss. Dieses Krankheitsbild nennt man auch aktivierte Arthrose.

Der degenerative Prozess ist mit starken Schmerzen verbunden. Körperliche Belastung, insbesondere  stoßartige Bewegungen, so zum Beispiel beim Hinabsteigen einer Treppe, sowie kalte und feuchte Witterung verstärken die Schmerzen.

Am häufigsten tritt Arthrose an Gelenken auf, die besonders stark durch das Körpergewicht belastet werden. Dazu gehören Arthrosen im Knie (Gonarthrose) und in der Hüfte (Koxarthrose). Aber auch die kleinen Wirbelsäulengelenke (Spondylarthrose), die Gelenke an den Händen, hier speziell  die Fingerendgelenke (Heberden-Arthrose), die Mittelgelenke (Bouchard-Arthrose) und das Daumensattelgelenk (Rhizarthrose) sind betroffen.

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Gängige Medikation bei Arthrose

Bei einer Behandlung einer Arthrose liegt die Konzentration auf der Schmerzlinderung. Die Gelenke sollen zudem wieder beweglicher und leistungsfähiger – sowie der fortschreitende Gelenkverschleiß verzögert – werden.

Der Patient kann in einer Knieschule – eine Therapieform der Krankengymnastik – gezielte gelenkschonende Maßnahmen für sein alltägliches Leben erlernen, sowie Übungen, um schwache Muskeln zu kräftigen. Er sollte sich außerdem regelmäßig bewegen und gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren betreiben.

Ist der Arthrose-Betroffene übergewichtig, sollten Maßnahmen der Gewichtsreduktion ergriffen werden. Zu empfehlen ist zu diesem Zweck eine kalorienreduzierte ausgewogene Mischkost, die alle lebenswichtigen Nährstoffe enthält. Besonders die Einnahme von  mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Vitamin D ist hilfreich. Antioxidantien sind neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen im Nahrungsergänzungsmittel  enthalten, Vitamin D gibt es in unserem Shop in Form von Vitamin D3-Hevert Tabletten. Eine gesunde Ernährung hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern beeinflusst auch die Stoffwechselprozesse im Gelenk positiv.

Eine Wärmebehandlung im nicht-akuten Stadium und eine Kältebehandlung im akuten Stadium sowie der Einsatz von Ultraschall und eine Elektrotherapie können unterstützend angewendet werden.

Bei einer Arthrose können Medikamente Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Zur Therapie stehen zu diesem Zweck je anders geartete Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen zur Verfügung:

In unserem Shop finden Sie unter der Kategorie Schmerzen sehr viele Präparate in Form von Salben, Gels oder Tabletten gegen Rheuma und Arthrose.

Orthopädische Maßnahmen wären Pufferabsätze, Schuhaußen- beziehungsweise –innenranderhöhung, die Verwendung eines Handstocks oder Unterarmgehstützen, Fersenkissen, Bandagen, Sitzerhöhungen oder Keilkissen.

Ist der Gelenkverschleiß zu groß, kann ein künstliches Gelenk eingesetzt werden bzw. kommt eine Gelenkversteifung, eine sogenannte Arthrodese, zum Einsatz. Weitere operative Lösungen wären u.a. ein Knorpelersatz durch gesunden Knorpel, eine körpereigene Knorpelzellen – Transplantation, eine Arthoskopie oder eine Osteotomie.

Bei einer Arthoskopie wird das Gelenk ausgespült und durch den Abrieb entstandene Knochen- und Knorpelpartikel entfernt. Bei einer Osteotomie wird die Position jener Knochen korrigiert, die zu einer Arthrose führen.

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