Vitamin A

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Es wird entweder direkt über die Nahrung aufgenommen oder aus Provitamin A (Carotin) im Körper gebildet. Retinol wird synonym für Vitamin A verwendet, aber auch die chemischen Verbindungen Retinal, Retinsäure, Retinylpalmitat und 3-Dehydrotetinol sind unter dem Oberbegriff Vitamin A zusammenzufassen.

Lebertran von Caelo

Funktionen von Vitamin A

Vitamin A  ist für den menschlichen Organismus essentiell. Es ist mitverantwortlich für das Wachstum, die Bildung von Haut und Schleimhäuten, die Herstellung des Hormons Testosteron und die Entwicklung der Plazenta und des Embryos. Retinol ist Inhaltsstoff der Sehpigmente der Netzhaut und unterstützt das Immunsystem in seiner Arbeit.

Aber bereits die Vorstufe von Vitamin A, die Carotine wie das Beta-Carotin, sind für den Menschen als sogenannte Antioxidantien wichtig. Die auch als Radikalfänger bezeichneten Stoffe fangen freie Radikale, die sonst wichtige Substanzen wie Eiweiße, Fettsäuren oder Nukleinsäuren angreifen würden, ab. Ist ausreichend Carotin im Körper vorhanden, beugt es einer Schädigung von Zellen, Zellkernen und Zellmembranen vor. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, sinkt.

Tagesbedarf an Vitamin A

Ein Erwachsener hat einen täglichen Bedarf von etwa 0,8  bis 1 Milligramm. Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren sowie Schwangere haben einen erhöhten Bedarf von etwa 1,1 Milligramm, da das Vitamin A wie oben beschrieben für den Wachstum eine entscheidende Rolle spielt. Stillende sollten deshalb sogar 1,5 Milligramm pro Tag Vitamin A zu sich nehmen. Bei der Bemessung sollte man für 1 µg Retinol etwa 6 µg Carotin rechnen.

Vitamin-A-Mangel

Ist die Zufuhr an Vitamin A zu gering, wird die Aufnahme beispielsweise durch eine Magen-Darm-Erkrankung erschwert oder ist der Bedarf durch Wachstum, Schwangerschaft, Stillzeit etc. erhöht, kann es zu einer Unterversorgung mit Vitamin A kommen. Aber auch Krankheiten wie Diabetes oder Mukoviszidose können einen Vitamin-A-Mangel auslösen.

Leidet der Körper an einem zu niedrigen Vitamin-A-Spiegel äußert sich das meist erst nach Monaten. Den Augen fällt es beispielsweise schwer, sich an die Dunkelheit anzupassen. Es kommt zur sogenannten Nachtblindheit. Trocknet das Auge aus, kann dies sogar bis zur völligen Blindheit führen. Das Risiko, an Grauem Star zu erkranken, steigt. Allerdings ist auch eine vermehrte Verhornung der Haut möglich, wenn der Betroffene zusätzlich an Akne leidet. Es kann außerdem zu Appetitlosigkeit, Wachstumsstörungen, Gewebeschäden, aber auch Atemwegs- und Durchfallerkrankungen sowie Infekten kommen. Zudem erhöht ein permanenter Vitamin-A-Mangel die Gefahr an Herz-Kreislauf sowie Krebs zu erkranken.

Vitamin-A-Überdosierung

Bei einer kurzfristigen Überdosierung, wenn mehr als 200 Milligramm Retinol am Tag aufgenommen werden, kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen. Die Erscheinungen verschwinden, wenn man die Vitamin-A-Zufuhr stoppt.

Eine langfristige Überdosierung von mehr als 30 Milligramm Vitamin A täglich führt zunächst zu  Müdigkeit, dünnes Haar bis hin zum Haarausfall, trockene, raue Haut, aufgeplatzte Lippen, Hornhaut-Schäden, Juckreiz, Knochen- und Muskelschmerzen. Im Verlauf  können Gelenkschmerzen, beschleunigter Knochenabbau und Leberstörungen hinzukommen. In der Schwangerschaft kann eine Überdosierung von Vitamin A zu Missbildungen des Kindes führen. Daher sollten Schwangere nicht mehr als etwa 3 Milligramm Retinol pro Tag aufnehmen.

Provitamin A wie Betacarotin darf in beliebiger Menge aufgenommen werden, da eine Umwandlung in das Vitamin A im Körper nur je nach Bedarf geschieht. Verbleibt zu viel Carotin wird dieses vor allem in der Haut abgelagert, die sich dann gelblich-orange färbt.

Natürliche Quellen für Vitamin A

Milchprodukte, Eier, Leber, Fisch und Fleisch enthalten viel Vitamin A. Carotin hingegen ist in gelb, rot oder orange gefärbten Früchten und Gemüsesorten wie Aprikosen, Grapefruits, Karotten, Kirschen, Paprika, Tomaten, Rote Bete und Papaya, aber auch in Brokkoli, Feldsalat, Fenchel, Spinat und Petersilie zu finden.

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Lebensmittel Vitamin A-Gehalt in 100 Gramm
Lebertran 24 mg
Rinderleber 14 mg
Schweineleber 9 mg
Karotten 1,8 mg
Aal 1,2 mg
Butter/ margarine 0,6 mg
Feldsalat 0,6 mg
Fenchel 0,6 mg
Grünkohl 0,5 mg
Spinat 0,4 mg
Mango 0,4 mg
Rote Paprika 0,3 mg

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Vitamin A aus der Apotheke

Lebertran-Kapseln von Allpharm

Lebertran gibt es beispielsweise als Öl von Caesar & Loretz oder von Henry Lamotte. Man kann Lebertran aber auch als Kapseln erwerben. Medikamente-per-klick bietet zum Beispiel die Lebertran-Kapseln von Allpharm an.

Schwangere, Stillende sowie Heranwachsende sollten auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A achten. Ist der Bedarf  nicht über die Nahrung gegeben, sollte man ergänzend Präparate verwenden. Besser sind niedrig dosierte Nahrungsergänzungsmittel, die regelmäßig über einen längeren Zeitraum den Wirkstoff abgeben, da der menschliche Organismus dies besser verarbeiten kann. Die Doppelherz System Schwangere + Mütter Kapseln aus dem Angebot Ihrer Versandapotheke medikamente-per-klick.de etwa, haben neben Vitamin A in Form von Beta-Carotin noch 11 weitere Vitamine, aber auch Mineralien wie Eisen und Jod sowie Omega-3-Fettsäuren als Wirkstoffe, um Mutter und Kind optimal zu versorgen.

Orthomol bietet eine Reihe von Nahrungsergänzungspräparaten an, die unter anderem den Wirkstoff Beta-Carotin enthalten. Sind Kinder beispielsweise häufig von Infekten geplagt, hilft Orthomol Immun Junior. Bei altersbedingten Augenerkrankungen wird Orthomol Vision Kapseln eingesetzt. Die Orthomol Fertil Plus Kapseln dienen zur Steigerung der Fruchtbarkeit beim Mann.

Da Retinol eine positive Wirkung auf unsere Haut hat, findet es sich in Hautcremes und Anti-Falten-Cremes wie der Vichy Liftactiv Retinol Ha Nacht Creme wieder.

Zur Verbesserung des Tränenfilms und zum Schutz der Augenoberfläche dient die Vitamin-A-haltige VITA-POS Augensalbe. Traditionell angewendet zur Vorbeugung von Nachtblindheit werden die Salus Augenschutz Kapseln Na verabreicht. Sie enthalten als Wirkstoff Retinolpalmitat.

Das Mikronährstoffgel zur oralmedizinischen Versorgung Miradent Miradont Gel enthält neben vielen anderen entscheidenden Inhaltsstoffen Vitamin A in Form von Retinol und Carotinoide. Es lindert schnell schmerzvolle Entzündungen im Mundraum und hemmt Bakterien.

Auch im Rheuma-Mittel proSan Rheuma ist der Wirkstoff Carotin inbegriffen.

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