Nikotin

Was ist Nikotin?

Nikotin oder auch Nicotin ist ein Alkaloid und der Hauptwirkstoff im Tabak. Der ölige, farblose, sehr giftige Stoff ist für die suchterzeugende Wirkung beim Zigarettenkonsum verantwortlich und hat eine trügerische beruhigende – aber auch anregende – Wirkung.

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Wirkweise von Nikotin im menschlichen Organismus

Den Tabakpflanzen ist das hochgiftige Nikotin als natürlicher Schutz vor Insekten besonders hilfreich. Daher kam es in der Landwirtschaft bis in die 1970er Jahre als Insektizid zum Einsatz. Nicht nur für Tiere, sondern auch für den Menschen ist Nikotin giftig. Inhaliert man das Alkaloid das erste Mal ein, macht sich dies auch an diversen Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Herzrasen bemerkbar. Bei einer anfänglich sehr hohen Dosis kann es zu Bewusstseinsstörungen, Atemnot und sogar zu epileptischen Anfällen kommen. Bei einem regelmäßigen Konsum hat sich der menschliche Körper an das Gift gewöhnt und die als angenehm empfundenen Wirkungen treten hervor.

Nikotin  gelangt beim Inhalieren des Tabakrauchs in wenigen Sekunden ins Gehirn, dockt an speziellen Bindestellen an und bewirkt, dass verschiedene Hormone wie Dopamin Noradrenalin, Acetylcholin und Endorphine ausgeschüttet werden.

ausgeschüttet. Da diese ein angenehmes Glücksempfinden bewirken, ist das auch einer der Gründe, warum in Stresssituationen gern zur Zigarette gegriffen wird. So entsteht nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychische Abhängigkeit. Nikotin macht demzufolge suchtkrank und zählt zu den legalen Drogen. Es erhöht den Herzschlag und den Blutdruck. In den Gefäßen kommt es zu Ablagerungen und damit zu Durchblutungsstörungen. Es erhöht das Risiko auf Herzinfarkt und Raucherbein. Außerdem senkt Nikotin die Körpertemperatur. Gelangt regelmäßig Nikotin ins Hirn, nimmt die Zahl der Andockstellen zu. Raucher müssen daher  immer mehr Nikotin zuführen, damit die vermeintlich entspannende Wirkung einsetzen kann.

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Folgen von Nikotinkonsum

Da Nikotinkonsum scheinbar positive Wirkungen wie erhöhte Aufmerksamkeit, verbesserte Gedächtnisleistung, höhere Stresstoleranz, niedriges Hungergefühl, Entspannung oder eben auch Anregung hat, fällt es schwer mit dem Rauchen aufzuhören. Nikotin führt aber auch dazu, dass die Herzfrequenz zunimmt, der Blutdruck steigt und die Arterien verkalken. Letzteres kann zu Impotenz, Herzinfarkt und Raucherbein führen. Das Risiko an Krebs zu erkranken, steigt um ein Vielfaches an. Außerdem verschlechtert sich das Hautbild. Starke Raucher bekommen schneller falten, da die Hautelastizität schneller abnimmt. Die Haut wirkt fahl und ledrig. Alles in allem wird die körpereigene Abwehr geschädigt. Wer raucht verliert Lebenszeit.

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Nikofrenon

Entzugserscheinungen

Bei starken Rauchern stellen sich schnell Entzugserscheinungen ein und das Verlangen nach einer weiteren Zigarette kann sich bereits binnen einer halben Stunde wieder melden. Geht der Raucher dann seinem Drang nicht nach kann es zu folgenden Entzugserscheinungen kommen:

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  • niedrigere Frustrationsschwelle
  • Gereiztheit
  • Aggressivität
  • Unruhe
  • Niedergeschlagenheit
  • verringerte Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Müdigkeit
  • Angst
  • gesteigerter Appetit

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Versucht ein Raucher sich das Rauchen abzugewöhnen, ist er diesen Entzugserscheinungen permanent ausgesetzt. Das stellt eine so große Herausforderung dar, dass  einige Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung entwickelt worden sind.

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Raucherentwöhnung durch Nikotinersatzmittel

Nikotinlutschtabletten wie Nicotinell oder Nikotinpflaster wie transdermalem Nikofrenon, die in unserer Apotheke erhältlichen sind, enthalten ebenfalls Nikotin. Die Aufnahme erfolgt aber langsamer als beim Rauchen. Es ist keine Abhängigkeit von diesen Präparaten zu erwarten und sie helfen den Nikotinbedarf konsequent abzubauen. Weitere Produkte sind in unserem Shop unter der Kategorie Raucherentwöhnung erhältlich.

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Gefahr durch Passivrauchen

Exkurs: Gefahr für das Kind

Wenn Schwangere rauchen, gelangt das Nikotin über die Plazenta in den Kreislauf des Embryos und in das Fruchtwasser. Da der Stoffwechsel des Kindes noch nicht in der Lage ist das Gift abzubauen, kann es zu Schädigungen kommen. Auch während der Stillzeit sollte dringend auf einen Zigarettenkonsum verzichtet werden, da das Nikotin über die Muttermilch in den Körper des Kindes geschleust wird.

Rauchen Eltern in der Wohnung gefährden sie ebenfalls die Entwicklung der heranwachsenden Kinder. Über das „Passivrauchen“, d.h. über das Einatmen von Zigarettenrauch, gelangt ebenfalls Nikotin in den kindlichen Organismus.

Für einen Erwachsenen gelten 60 Milligramm reines Nikotin als tödlich. Eine Zigarette kann bereits 8 bis 14 Milligramm Nikotin enthalten. Gelangt eine Zigaretten in die Hände von Kindern und wird diese versehentlich verschluckt, kann dies bereits tödlich enden.

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Im Apothekertipp „Wie kann ich mit dem Rauchen aufhören?“ haben wir einige Tipps zusammengestellt, die jedem helfen sollen sein Vorhaben erfolgreich umzusetzen.
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