Folsäure

Folsäure bzw. Folat ist ein wasserlösliches, hitze- und lichtempfindliches Vitamin der Vitamin-B-Gruppe und wird auch als Vitamin B9 bezeichnet. In der Literatur tritt es mitunter ebenso als Vitamin M und manchmal als Vitamin B11 auf.

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Funktion der Folsäure

Folsäure ist für den menschlichen Körper von erheblicher Wichtigkeit. Das Vitamin B9 wirkt bei der Entstehung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit, hilft beim Aufbau der Erbsubstanzen DNA und RNA sowie beim Eiweißstoffwechsel und beteiligt sich am Abbau der Aminosäure Homocystein.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Folsäure folgende Vorgänge im menschlichen Organismus beeinflusst:

  • Blutbildung
  • Bildung der DNA
  • Zellteilung und Zellentwicklung
  • Eiweißstoffwechsel
  • Fettstoffwechsel

Im Körper eines gesunden Erwachsenen finden sich um die fünf bis zehn Milligramm Folsäure, die dieser hauptsächlich in der Leber speichert. Wird keine weitere Folsäure über die Nahrung aufgenommen, reicht die im Körper gespeicherte Menge für zwei bis vier Monate aus, d.h. der menschliche Organismus selbst hat nur geringe Folsäure-Speicher. Da Folsäure aber wichtig für verschiedene Prozesse im Körper ist, muss sie über die Nahrung aufgenommen werden. Dabei geht man von einer täglich benötigten Menge von 0,4 Milligramm an Folat aus.

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Folsäure-Lieferanten

Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung kann dies gut abgedeckt werden. So lassen sich in 400 Gramm Sonnenblumenkernen, in 300 Gramm Eigelb oder in 130 Gramm Weizenkleie der tägliche Bedarf an Folsäure finden. Auch im Gemüse ist reichlich Folsäure enthalten. Spinat, Salat, Sojabohnen, Tomaten, Rote Beete, Broccoli, Möhren, Spargel, Radieschen, Kartoffeln sowie einige Kohl- aber auch Obstsorten sind gute Folsäure-Lieferanten. Achten Sie darauf, dass das Gemüse frisch ist, denn Licht, Sauerstoff, Hitze und langes Kochen schaden der Folsäure.

Eine ungesunde Ernährungsweise kann allerdings eine ausreichende Versorgung mit Folsäure verhindern. Wird beispielsweise zu wenig Gemüse konsumiert oder das Gemüse zu lange gekocht, kann es zu einem Mangel an Folsäure im Körper kommen. Auch die Aufnahmebedingungen für Folsäure  können gestört sein. Ein Vitamin-B12-Mangel führt beispielsweise dazu, dass die Folsäure vom menschlichen Organismus nicht richtig aufgenommen werden kann.

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Folsäure-Mangel

Folsäure-Mangel ist aufgrund der verschiedenen Lebensumstände gerade in Industrieländern relativ häufig. Der Mangel an Folsäure äußert sich zunächst mit Symptomen wie Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche und depressiver Verstimmung. Aufgrund der fehlenden Beteiligung der Folsäure bei der Bildung von Schleimhäuten und Blutkörperchen kann es zu Verletzungen der Schleimhäute kommen und die Wundheilung kann sich verzögern. Bei Folsäure-Mangel entfällt zudem der Einfluss auf den Abbau des Homocystein, so dass die Konzentration dieses Hormons ansteigt. Dies begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) oder das Auftreten eines Schlaganfalls. Daher wird die Gabe von Folsäure zur Prophylaxe von Herzinfarkten und Schlaganfällen empfohlen. Bei Folsäure-Mangel kommt es außerdem zu einer speziellen Form der Blutarmut, der sogenannten megaloblastischen Anämie, bei der der Körper große, nicht richtig ausgereifte rote Blutkörperchen produziert. Zu den Risikogruppen, die einen Mangel an Folsäure erleiden können, gehören Alkoholiker, Raucher, Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder chronischen Blutungen und Frauen, die die Antibabypille nehmen, schwanger oder stillend sind.

Eine Behandlung des Folsäuremangels kann mit Hilfe von Tabletten wie den Doppelherz Folsäure 800 + B-Vitamine Tabletten oder den Folsäure Stada 5 mg Tabletten aus dem Angebot unserer Versandapotheke erfolgen. Die Dosierung sollte jedoch mit dem Arzt abgesprochen werden. Das Risiko einer Überdosierung besteht erst ab höheren Dosen von etwa 15 Milligramm. Dabei können allergische Reaktionen, Schlaflosigkeit, Nervosität und Störungen im Magen-Darm-Bereich oder und auftreten.

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Folsäure und Schwangerschaft

Bei ungeborenen Kindern kann ein Folsäure-Mangel zu Missbildungen wie Neuralrohrdefekten, dem sogenannten offenen Rücken (Spina bifida) führen. Das Neuralrohr wird zu einem frühen Zeitpunkt – zwischen der dritten und vierten Schwangerschaftswoche – angelegt. Zu diesem Zeitpunkt wissen betroffene Frauen  noch nicht, dass sie schwanger sind und können dieser Fehlbildung nicht mehr entgegen wirken. Frauen, die nicht verhüten und potentiell schwanger werden könnten, sollten daher bereits im Vorfeld 400 Mikrogramm (µg) Folsäure pro Tag in Form von zusätzlichen Präparaten zu sich nehmen. Die erste Einnahme sollte mindestens einen Monat vor der Empfängnis erfolgen und während des ersten Drittels der Schwangerschaft andauern. Für Schwangere und auch für Stillende gilt eine erhöhte tägliche Dosis von 600 Mikrogramm.

Generell empfohlen ist die Einnahme von Kombipräparaten. Schwangere leiden mitunter auch an Eisen- oder Jodmangel. Die Alphabiol Schwangerschafts-Kapseln enthalten neben Folsäure auch Jod, Eisen und weitere wichtige Vitamine und sollten bereits bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und in der Stillzeit eingesetzt werden.

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