Buchweizen

Eigenschaften und Zusammensetzung von Buchweizen

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Buchweizen ist eine Bezeichnung für eine Pflanzengattung aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Am häufigsten angebaut und als Nahrungsmittel verwendet wird der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum). Diese Buchweizenart wurde 1999 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Der Name „Buchweizen“ lässt sich darauf zurückführen, dass die kleinen Samen des Buchweizens in ihrer eckigen Form an die Bucheckern einer Buche erinnern. Andere, zum Teil regionale Bezeichnungen für Buchweizen sind Heiden, Heidenkorn, Blenden, Brein oder sarazenisches Korn.

Obwohl im Namen der Begriff „Weizen“ vorkommt, gehört Buchweizen botanisch gesehen nicht zum Getreide. Die Pflanzen sind statt dessen näher mit Sauerampfer und Rharbarber verwandt. Buchweizen ist deshalb ein Pseudogetreide (Pseudocerealie). Das bedeutet, dass die Samen der Pflanze bei der Herstellung von Nahrungsmitteln in ähnlicher Weise verwendet werden wie Getreide, auch wenn es sich dabei nicht um Getreide handelt. So werden die kleinen Samen zu Buchweizenmehl verarbeitet. Das Mehl enthält kein Gluten. Deshalb spielt Buchweizen für die Ernährung bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) eine wichtige Rolle.

Echter Buchweizen ist eine krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 20 bis 60 Zentimeter in der Wildform erreichen kann und bis zu 120 Zentimeter als Kulturpflanze im Ackerbau. An dem grünen, aufrechten Stängel wachsen Laubblätter, die wechselständig angeordnet sind. Die Blätter können dreieckig, spieß-, herz- oder pfeilförmig sein. Sie sind meist etwa 8 Zentimeter lang. Aus den Blüten bilden sich die dreikantigen, millimeterkleinen Früchte mit einer harten Schale. Diese muss entfernt werden, bevor die Frucht als Nahrungsmittel verwendet werden kann.

Der Echte Buchweizen hat als Nutzpflanze eine lange Tradition. Seine Ursprünge liegen in Zentral- und Ostasien. Etwa seit dem 16. Jahrhundert wird er auch in Mitteleuropa angebaut. Ab dem 18. Jahrhundert verlor er allmählich an Bedeutung als Feldfrucht und Nahrungsmittel. Heute wird er wieder verstärkt geschätzt, da er als glutenfreies Nahrungsmittel eine wichtige Rolle spielt für die Ernährung bei Zöliakie.

Die folgende Tabelle zeigt die Angaben zur Zusammensetzung von Buchweizen bezogen auf je 100 g geschältem Buchweizen. Bitte beachten Sie, dass die genaue Zusammensetzung von Buchweizen abhängig ist von Umweltbedingungen und Anbautechnik.

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Bestandteil
Feuchtigkeit 11,2 g
Kohlenhydrate 71,0 g
Ballaststoffe 4,0 g
Protein 9,8 g
Mineralstoffe 2,2 g
Fett 1,8 g

100 g = 1421 kJ (340 kcal)

Buchweizen enthält kein Gluten (Klebereiweiß). Als eiweiß- und stärkehaltiges Lebensmittel ist Buchweizen ein wichtiger Nahrungsmittellieferant.

Die grünen Pflanzenteile und auch die Blüten von Buchweizen enthalten zudem Rutoside. Diese werden in der Medizin zur Behandlung von Venenleiden eingesetzt.

Die Schale der Buchweizenfrüchte enthält den roten Farbstoff Fagopyrin. Bei der sogenannten Buchweizenkrankheit verursacht dieser Farbstoff, dass die Haut sonnenempfindlicher wird. Im Handel ist Buchweizen meist nur in geschälter Form erhältlich und der Verzehr unbedenklich.

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Verwendung von Buchweizen

Die zunehmende Glutenunverträglichkeit in der modernen Gesellschaft bedeutet für Buchweizen gewissermaßen ein „Comeback“ auf den Nahrungsmittelmarkt in Mitteleuropa. In Naturkostläden und mittlerweile auch in den Nahrungsmittelsortimenten von großen Drogerie-Ketten ist Buchweizen, oft als ganzes, geschältes Korn, erhältlich. Aber auch als Mehl wird Buchweizen angeboten. Wegen des fehlenden Klebers ist es zwar nicht zum Brotbacken tauglich, aber eignet sich hervorragend für Pfannkuchen oder Bliny, die russische Variante des Pfannkuchens, sowie für Kuchen, Fladenbrot, Brei und Knödel.

Auch die Pflanzenteile mit dem darin enthaltenden Rutosid werden verarbeitet. In Ihrer Versandapotheke medikamente-per-klick finden Sie zum Beispiel Fagurotin Buchweizentee und Buchweizenkraut-Tee von Aurica. Nahrungsergänzungs-Kapseln, wie Venovit Nova Kapseln oder Beauty Legs Kapseln, zur Behandlung von Venenleiden und für schöne Beine enthalten den aus Buchweizen gewonnenen Wirkstoff.

Auch die Schale der Buchweizenfrüchte wird genutzt, zum Beispiel als Kissenfüllung für Yoga- und Meditationskissen oder Kopfkissen. Auch bei medikamente-per-klick erhalten Sie zum Beispiel Buchweizenspelz Kissen. Sie sollen die Entspannung des Nackens fördern.

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