Was hilft bei Sodbrennen?

HeilerdeUnter Sodbrennen oder auch GERD (gastroesophageal reflux disease) bzw. Reflux versteht man Rückfluss von Magensäure oder auch Mageninhalt in die Speiseröhre. Dies verursacht meist brennende Schmerzen. Häufiges und starkes Sodbrennen kann auch zu einer Entzündung der empfindlichen Speiseröhren-Schleimhaut führen. Mitunter kommt es sogar zu einer dauerhaften Schädigung.

Sodbrennen ist oft verbunden mit Aufstoßen, Blähungen, Bauchschmerzen, Magenkrämpfen, Verdauungsstörungen und Schmerzen im Brustbereich. Hinzu kommt manchmal ein saurer Geschmack im Mund oder leichte Übelkeit. Die Symptome treten vor allem nachts, nach den Mahlzeiten, beim Bücken oder Heben von Lasten auf.

Der Verzehr von fetthaltigen, süßen oder sauren Lebensmitteln, zu große Portionen, Nikotin-, Koffein- und Alkohol-Konsum, Stress, seelische Belastungen, Nervosität, Übergewicht und zu enge Kleidung können zu Sodbrennen führen. Doch auch Erkrankungen wie ein Reizmagen, Entzündungen der Magenschleimhaut oder der Speiseröhre, Krebs oder die Einnahme bestimmter Medikamente können ursächlich für Sodbrennen sein.

 

Tipps vom Apotheker:

 

  • Vermeiden Sie zu fetthaltige, scharfe, süße, saure oder pfefferminzhaltige Speisen, Kaffee, Alkohol, Nikotin oder kohlenstoffhaltige Getränke wie Limonade, aber auch Äpfel oder Zitrusfrüchte v.a. vor dem Schlafengehen.
  • Trinken Sie Kokoswasser oder ein Glas kalte Milch.
  • Nehmen Sie 3 – 4 Stunden bevor Sie sich hinlegen die letzte Mahlzeit ein. Diese sollte zudem nicht zu üppig ausfallen.
  • Bei leichtem Sodbrennen helfen Heilerde, zum Beispiel die Luvos Heilerde Mikrofein Pulver, Natron oder verdünnter Apfelessig wie der Hensel Bio naturtrüber Apfelessig, fettarme Milch oder Kokosmilch, Magen-Darm-Tees wie der Infirmarius-Teemischer Nr. 2 Magen-Darm-Tee oder der Salus Magen-Darm-Tee Kräutertee Nr. 20 bzw. ein purer Kamillentee, z.B. die Kamillenblüten von H&S im Filterbeutel. Auch langsames Kauen von Nüssen oder Mandeln oder die Einnahme von Kartoffelsaft, z.B. der Schoenenberger Kartoffelsaft, hat sich gegen Sodbrennen bewährt.
  • Kauen Sie Kaugummi, denn eine neuere Studie lässt eine positive Wirkung des Kaugummikauens vermuten. Kaugummikauen führt  zu einer Erhöhung des Speichelflusses und damit letztendlich dazu, dass die Säure wieder schneller in Richtung Magen abfließen kann. Verbinden Sie das Kaugummikauen doch gleich mit einer Zahnpflege und nutzen Sie die Baders Protect Zahnfleisch Pflege Kaugummis aus unserem Sortiment.
  • Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten zur kurzfristigen Minderung der Beschwerden sind bei saurem gastroösophagealen Reflux Antazida wie Simagel Kautabletten oder Megalac Almasilat Suspension, die als Puffer die Magensäure neutralisieren sowie Protonenpumpenhemmer wie Ome TAD 20mg bei Sodbrennen oder Omeprazol — 1 A Pharma 20 mg bei Sodbrennen aus dem Angebot unserer Versandapotheke medikamente-per-klick, die die Bildung von Magensäure unterdrücken.
  • Aber auch durch Histamin-H2-Rezeptorblockern wie Ranitidin-ratiopharm 75 mg Filmtabletten aus dem Sortiment unserer Versandapotheke kann verhindert werden, dass der Magen einen Stimulus zur Magensäureproduktion erhält.
  • Weitere rezeptfreie Medikamente finden Sie im Sortiment unserer Internetapotheke in der Kategorie Magen und Darm & Leber und Galle unter dem Punkt Sodbrennen.
  • Wenn schweres und dauerhaftes Sodbrennen vorliegt, sind regelmäßige gastroskopische Kontrollen notwendig, bei denen geprüft wird, ob ein Befall mit Helicobacter pylori vorliegt. Mittlerweile gibt es hierfür neben der klassischen Biopsie einen Helicobacter-Atemtest, ein nicht-invasives Messverfahren, mit dem über die Atemluft ein Befall mit den entsprechenden Bakterien nachgewiesen werden kann.
  • Liegt eine Infektionskrankheit und damit eine Besiedelung mit Helicobacter pylori vor, ist eine Eradikationstherapie erforderlich, d.h. eine Behandlung, bei der die Keime eliminiert werden. Dies kann mit Hilfe von Antibiotika geschehen.
  • In gravierenden Fällen, insbesondere bei einer Verengung der Speiseröhre durch Narbenbildung sowie anhaltenden Schluckbeschwerden, ist eine operative Intervention notwendig.