Unterleibsschmerzen

Symptome und Ursachen von Unterleibsschmerzen

Unterleibsschmerzen sind Schmerzen im Bereich des Unterbauchs, die die unterschiedlichsten Ursachen haben und an Erkrankungen der inneren Organe, die im Becken verweilen wie Geschlechtsorgane, Harnblase, Harnröhre, Harnleiter, Blinddarm sowie die unteren Darmanteile und der im Unterleib liegenden Gefäße, Nerven, Lymphknoten und Bindegewebe liegen können.

Ursache Erläuterung
Blinddarmentzündung meist treten die Unterleibsschmerzen rechtseitig auf,bei Säuglingen und Kleinkindern gelegentlich linksseitig
Tumore rechts-, links-oder beidseitig
Entzündliche Ausstülpungen der Darmwand (Divertikulitis) linksseitig
Verwachsungen durch Entzündungen/ Operationen
rechts- oder linksseitig
Eingeklemmter Leistenbruch rechts- oder linksseitig
Abszess im Lendenmuskel rechts- oder linksseitig
Nierenbeckenentzündung rechts- oder linksseitig
Dickdarmkrebs im Sigmadarm bzw. im Mastdarm, linksseitig
Harnleitersteine linksseitig
Harnwegsinfekte beidseitig
Einstülpung eines Darmabschnitts in einen anderen beidseitig
Entzündliche Darmerkrankung durch äußere Infektion, beidseitig
Morbus Crohn beidseitig
Dickdarmentzündung beidseitig
Erweiterung der Bauchschlagader mittig
Verschluss von Darmgefäßen Mesenterial-Infarkt,Mesenterial-Venenthrombose, mittig
Darmverschluss (Ileus) mittig


Bei Frauen können vielfältigste Ursachen hinzu kommen:

Ursache Erläuterung
Regelschmerzen Die körpereigenen Schmerzbotenstoffe, die ein Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur bei der Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut hervorrufen, können ursächlich für den Regelschmerz sein, da durch die Muskelkontraktion es zu einer verminderten und daher schmerzhaften Durchblutung der Gebärmutter kommt. Die krampfartigen Unterleibsschmerzen können durch Kopfschmerzen, Unwohlsein, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall begleitet werden.
Chlamydieninfektionen Die Infektion mit Chlamydien, einem Bakterienstamm, führt neben den Unterleibsschmerzen, die bis in den Oberbauch hineinwirken können, auch zu Ausfluss und Problemen beim Wasserlassen und Stuhlgang.
Entzündungen der Gebärmutter Bei Entzündungen innerhalb der Gebärmutter kann es neben den Schmerzen im Unterleib auch zu Ausfluss und Blutungen außerhalb der Regel kommen.
Eileiter-, Eierstockentzündung Eine Eileiter- oder Eierstockentzündung geht oft mit Fieber, Ausfluss, Zwischenblutungen einher und kann links-, rechts- oder beidseitig sein.
Eitrige Gewebeeinschmelzung (Abszess) Dieser Abszess kann durch Stieldrehung oder Durchbrechen von Zysten am Eierstock beziehungsweise Tumoren entstehen und zu akuten links-, rechts- oder beidseitigen Schmerzen führen.
Myome Polypen, d.h. gutartige Tumore, in der Gebärmutter, die oft mit Blutungsstörungen einhergehen.
Endometriose Endometriose ist eine Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut, bei der diese außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt. Man spricht mitunter auch von einer versprengten Gebärmutter. Frauen mit Endometriose leiden häufig unter starken Regelschmerzen oder Zwischenblutungen.
Eileiterschwangerschaft Die befruchtete Eizelle nistet sich bereits in der Schleimhaut des Eileiters ein, die Regelblutung bleibt aus. Schmierblutungen können Eintreten. Kommt es nicht zu einem spontanen Schwangerschaftsabbruch wächst der Embryo im Eileiter, dieser wird gedehnt und erzeugt Schmerzen. Wird eine Eileiterschwangerschaft nicht erkannt, kann es zum Platzen des Eileiters kommen, da dieser nicht so elastisch wie die Gebärmutter ist. Die Folgen sind umfangreiche innere Blutungen im Bauch, Kreislaufversagen und Schock.
Fehlgeburt, Abgang Bei der vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft durch Ausstoßen des unter 500 Gramm liegenden Fötus wird zudem viel Blut verloren.
Krampfadern im Becken Krampfadern im Bereich des Beckens erzeugen Beschwerden oft auch in den Beinen, Schweregefühl sowie Schmerzen bei langem Sitzen oder Stehen.
Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkrebs Beide Krebsarten gehen neben den Unterleibsschmerzen auch mit stark riechendem, fleischwasserfarbenen Ausfluss, Blutungen außerhalb der Regel oder nach der Menopause einher. Unterleibsschmerzen bedeuten fast immer einen weit fortgeschrittenen, inoperablen Tumor. Die Diagnose wird durch eine Ausschabung der Gebärmutter gesichert.
Eierstockkrebs Eierstockkrebs wird häufig erst spät erkannt. Gastrointestinale Beschwerden, Leistungsminderung oder Blutungsstörungen sowie genitale Blutungen können Hinweise sein.

 

Aber auch Fehlbildungen, eine rückwärts geneigte Gebärmutter, eine Gebärmuttersenkung, Scheidenverengungen oder Operationsfolgen können ursächlich für Unterleibsschmerzen bei der Frau sein.

Die Unterleibsschmerzen lassen sich in akute und chronische Schmerzen aufteilen. Wenn die akuten Unterleibsschmerzen sehr stark sind und mit Fieber, Übelkeit, Verdauungsproblemen wie Durchfall, Verstopfung, Schmerzen beim Entleeren der Blase, evtl. mit Blutungen einhergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hier könnten akute Entzündungen des Blinddarms, des Darms, der Eileiter, der Eierstöcke oder der Harnwege, aber auch Harnsteine, Verdrehungen sowie Durchbrüche von Geschwülsten oder Darmanteilen ursächlich sein.
Chronische Schmerzen sind Beschwerden, die bereits seit einem halben Jahr bestehen, latent vorhanden sind oder in Schüben wiederholt auftauchen. Diese Unterleibsschmerzen können durch chronische Entzündungen der Geschlechtsorgane, der Harnwege, des Verdauungstrakts oder des Dickdarms bzw. durch Tumore entstehen. Desweiteren können Störungen an Nerven, Muskeln oder der Wirbelsäule sowie psychische Probleme Ursachen für chronische Unterleibsschmerzen sein.

 

Gängige Medikation gegen Unterleibsschmerzen

Da Unterleibsschmerzen die verschiedensten Ursachen haben können, richtet sich eine Therapie nach der entsprechenden Erkrankung. Daher ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen und die Ursachen, die zum Teil lebensbedrohlich sein können, abzuklären.

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