Taurin

Taurin ist eine Aminosulfonsäure und wird vom Körper, zum Beispiel als ein Abbauprodukt der Aminosäuren Cystein und Methionin, selbst hergestellt. Gebildet wird das farblose und kristalline Taurin vor allem im Gehirn und in der Leber unter Beteiligung von Vitamin B6. Die am Tag synthetisierte Menge von 50 bis 125 Milligramm ist ausreichend, um den Bedarf zu decken. Eine zusätzliche Zufuhr durch Nahrungsmittel benötigt der menschliche Organismus nicht unbedingt. Dennoch nimmt der Mensch täglich mindestens 200 Milligramm über die Nahrung auf. Vor allem im Fisch, Fleisch und in der Milch ist Taurin enthalten.

Das Taurin ist zwischen 0,43 und 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht im menschlichen Organismus in Muskeln, Gehirn, Herz und Blut zu finden. Die Muttermilch enthält ebenfalls eine Konzentration von 25 bis 50 Milligramm pro Liter.

Taurin unterstützt die Bildung von Gallensäurenkonjugaten, beeinflusst die Signalübertragung, die Entwicklung des Zentralnervensystems und die Herzfunktion. Zudem stimuliert es den Einstrom und die Membranbindung des Minerals Calcium und hilft Natrium und Kalium bei der stabilisierenden Arbeit an der Zellmembran. Als ein starkes Antioxidans schützt Taurin das Gewebe vor oxidativen Schäden, wirkt entzündungshemmend und entgiftend.

Eine niedrige intramuskuläre Konzentration an Taurin führt zu Nierenversagen. Weiterhin schwächt es das Immunsystem und es kommt leichter zu Entzündungen.

Um eine Leistungssteigerung zu erzeugen wird Taurin in Energy Drinks beigefügt. Studien konnten bisher aber die beworbene positive Wirkung nicht bestätigen. Eine hohe Zufuhr an Taurin kann derzeit nicht empfohlen werden, da die Folgen einer Überdosis noch nicht bekannt sind.

Auch für die Gesundheit der Tiere ist Taurin wichtig. Während Hunde Taurin selbst bilden können, ist dies bei Katzen nicht der Fall. Hier kann durch entsprechende Futtermittel aus Ihrer Apotheke die Katzennahrung ergänzt werden.