Schuppen

Symptome und Ursachen von Schuppen

Im Rahmen der ständigen Erneuerung der Haut, wird die oberste Schicht der Haut durch Abschilferung abgestoßen. Diese Absonderungen sind für das Auge gewöhnlich nicht sichtbar, werden aber augenscheinlich, wenn die hornbildenden Einzelzellen zu Hunderten zusammenkleben und die sogenannten Hautschuppen entstehen. Ursächlich ist eine Störung des geordneten Aufbaus der Epidermis durch spezifische Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Ichthyose, einem Gendefekt der eine Verhornungsstörung der Haut verursacht, Kontaktallergien, Neurodermitis Hautausschlag oder Hautentzündungen, die beispielsweise durch Sonnenbrand oder geringfügige Traumata entstanden sind.

Männer leiden häufiger an Schuppenbildung als Frauen. Oft ist es aber nur ein kosmetisches Problem.

Schuppen werden in zwei Arten unterschieden: in trockene und in fettige Schuppen. Trockene Schuppen sind eher klein und verteilen sich regelmäßig auf dem behaarten Kopf. Diese Schuppen rieseln leicht vom Kopf und entstehen häufig bei zu großer Hitze im Sommer, durch zu heißes Föhnen oder Duschen oder durch zu schnelles Wachstum der Hautzellen, die sich teilen und dann absterben. Ursächlich können hier auch allergische Erkrankungen sein. Die Träger leiden häufig an Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis. Fettige Schuppen hingegen haben ihre Ursache bei einer Funktionsstörung der Talgdrüsen. Diese produzieren ein höheres Maß an Talg, der sich zwischen den Haaren ablagert. Verreibt man diese gelbliche, relativ große Talgansammlung zwischen den Fingern, bleibt ein öliger Film zurück. Kommen rötliche Entzündungsherde hinzu, hat der Geschädigte eventuell ein seborrhoidisches Ekzem. Dieser Hautausschlag ist auch als Morbus Unna bekannt und wird bei Neugeborenen als Grind bezeichnet. Ein feuchtes Klima, v.a. in der kühleren Jahreszeit verstärkt ein Auftreten. Diese fettigen Klumpen bilden zudem einen idealen Nährboden für Pilze und Bakterien. Da sie Juckreiz verursachen können, kratzt der Betroffene an den entsprechenden Stellen, die Erreger gelangen tiefer in die Kopfhaut und es kommt zu Infektionen. Die entzündete Kopfhaut schwillt an, gegebenenfalls wird eine Durchblutung verhindert und mehr Schuppen entstehen. Die Haarwurzeln enthalten dadurch weniger Nährstoffe und können in Härtefällen ausfallen.

Ursächlich für eine vermehrte Schuppenbildung sind genetische Faktoren, eine sehr trockene Kopfhaut, ein zu hoher pH – Wert der Kopfhaut, Hefepilze, Hitze mit großer Feuchtigkeit, Stress, Hormonstörungen, eine Besiedlung mit Mikroben, und gegebenenfalls eine ungesunde Ernährung wie fettreiches Essen oder zu hoher Kaffeekonsum.

 

Gängige Medikation von Schuppen

Vor allem trockene, weiße Schuppen lassen sich mit einem Anti – Schuppen – Shampoo wie das Phyto Phytosylic Anti Schuppen Shampoo oder das Rausch Huflattich Anti Schuppen Shampoo leicht therapieren. Pflegt man allerdings trockene Schuppen mit einem Mittel, welches für fettige Schuppen gedacht ist, erhöht man Ihre Anzahl. Schuppenshampoos mit milden, pflegenden Substanzen sind Harnstoff, d.h. Urea, der der Haut hilft mehr Feuchtigkeit zu binden, rückfettende Pflegestoffe, die einen schützenden Film auf die gereizte Haut legen, alkaliseifenfreie Waschsubstanzen, die den Säureschutzmantel der Haut stabilisieren, weil sie einen pH – Wert von 5 haben sowie juckreizstillende Zusätze wie Polidocanol, die den Behandlungsbeginn erleichtern. Da bei fettigen Schuppen häufig Hautpilze für das übermäßige Wachstum sorgen, benötigt man zur Behandlung entfettende Shampoos, die dem Pilz seine Nahrungsquelle, nämlich den Talg, entziehen. Die Antipilzwirkstoffe wie Azol – Antimykotika, Ketoconazol oder Bifonazol müssen einige Zeit auf die Kopfhaut einwirken, um den hartnäckigen Pilz zu beseitigen. Eine dauerhafte Anwendung dieser Shampoos ist nicht zu empfehlen. Steigen Sie daher nach erfolgreicher Anwendung bzw. einer maximalen Dauer von vier Wochen auf ein normales Shampoo um oder Beschränken die Anwendung auf einmal die Woche für eine Dauer von einem halben Jahr. Bei starkem Juckreiz, geröteter Kopfhaut,Schwellungen, Entzündungen und/ oder in diesem Zusammenhang stehenden Haarausfall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hier wird der Arzt gegebenenfalls kortisonhaltige Tinkturen für eine kurzzeitige Anwendung verschreiben.

Nach dem Abklingen der übermäßigen Schuppenbildung ist es wichtig ein mildes Shampoo zu verwenden und die Haare nicht an jedem Tag zu waschen. Wenn möglich, trocknen Sie ihre Haare an der Luft. Bürsten Sie das Haar häufiger, damit der Talg besser verteilt wird und vermeiden Sie Ihre Kopfhaut zu kratzen. Gehen Sie öfter in die Sonne.