Saccharin

Saccharin, chemisch Benzoesäuresulfimid, ist ein synthetisch hergestellter, farbloser Süßstoff, der als Lebensmittelzusatzstoff die Bezeichnung E 954 trägt. Der im Handel erhältliche Zuckerersatz hat eine 300 bis 700 mal höhere Süßkraft als der gewöhnliche Haushaltszucker, wird vom Körper sehr schnell aufgenommen und verursacht keine Karies. Saccharin besitzt kaum einen physiologischen Energiegehalt, ist daher für Diabetiker geeignet und wird somit für die Herstellung von diätischen Lebensmitteln, in Light-Produkten, aber auch als Geschmacksverstärker verwendet. Darüber hinaus findet man Saccharine auch in Zahnpflegeprodukten. In höherer Konzentration schmeckt Saccharin metallisch oder bitter und wird, um einen bitteren Nachgeschmack zu vermeiden, häufig auch mit anderen Süßstoffen wie Cyclamat, Thaumatin und Acesulfam gemischt. Bei Erhitzung bleibt das gefrierbeständige Saccharin stabil und kann daher zum Backen und Kochen eingesetzt werden. Chemisch reagiert Saccharin nicht mit anderen Stoffen und bewahrt daher auch in wässrigen und säurehaltigen Produkten wie Limonade seine Süßkraft. Weiterhin lässt Saccharin sich gut lagern.

Die erlaubte Tagesdosis wird mit 5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht angegeben.

Saccharin ist in den letzten Jahren stark in Kritik gekommen. Man vermutet, dass es Krebs begünstigt sowie den Appetit anregt und somit nicht zum positiven Effekt des Abnehmens führt. Keine Studie hat aber bisher sicher bestätigen können, dass es für den Menschen schädliche Nebenwirkungen geben kann, wenn man die Tagesdosis nicht überschreitet. Weitere Ergebnisse bleiben abzuwarten.