Rotwein

Wein ist ein alkoholisches Getränk, welches aus dem vergorenen Saft der Weinbeeren produziert wird. Die häufigsten Weine sind Rot-, Weiß- und Roséweine. Einen aus blauen Weinbeeren hergestellter Wein bezeichnet man als Rotwein. Die wichtigsten Produktionsschritte der Weinherstellung sind das Entrappen, Maischen, Keltern (Pressen), Gären und unter Umständen die Schönung. Die Farbstoffe sitzen eher in den Schalen als im hellen Fruchtfleisch, daher werden die Schalen bei der Rotweinherstellung im Gegensatz zur Weißweinproduktion nicht nach dem Quetschen und Rebeln vom Most getrennt. Das Gemisch lagert bei Temperaturen von 20 bis 30 Grad Celsius einige Tage bis zu einem Monat auf der Maische. Wird die Verweildauer gekürzt, entsteht Roséwein.

Farb-, Aroma- und Tanninstoffe werden während der Vergärung aus den Beerenschalen ausgelaugt. Die Gärung selbst wird durch die natürlichen Hefepilze, die der Beerenhaut innewohnen, ausgelöst. Tannin ist ein bitter schmeckender Stoff, der zusammen mit Säure konservierend wirkt, wodurch der Wein viele Jahre haltbar wird.

Nach der ersten, der sogenannten alkoholischen Gärung, bei der Zucker in Alkohol umgewandelt wird, erfolgt eventuell eine zweite, malolaktische Gärung, die die scharfe Apfelsäure bakteriell in milde Milchsäure umwandelt. Der Charakter des Weins wird durch die Dauer der Maischegärung stark gelenkt. Bei kürzerer Dauer entwickeln sich fruchtige Weine ohne Potenzial zur Alterung. Bei längerer Maischegärung nimmt der Prozentsatz an herausgelösten Tanninen und Phenolen im Wein stark zu. Dies ermöglicht den Ausbau eines großen Lagerweins.

Ist der Gärungsprozess abgeschlossen folgt das Ausbauen des Rotweins. Dieser Reifungsprozess findet je nach Rebsorte, Stilistik, Qualität und Weintradition in Barriques, Fässern oder Tanks unterschiedlicher Größe statt. Je nach Weinart, Qualität, Jahrgang und Potenzial kann sich die Reifung des Weins von einem Zeitraum von mehreren Wochen bis Jahren erstrecken. Anschließend wird der Wein abgefüllt.

Im Rotwein sind 80 bis 90 Prozent Wasser und 8 bis 20 Prozent Alkohol enthalten. Des Weiteren befinden sich im Rotwein eine Fülle von Inhaltsstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Zucker, Säuren und Aromastoffe. Manche im Rotwein enthaltene Substanzen haben gesundheitsfördernde Effekte.

Als Antioxidantien wirken Flavonoide. Phenole funktionieren antikanzerogen, antioxidativ, entzündungshemmend und blutdrucksenkend. Personen die erhöhte Blutfettwerte haben oder eine Histamin-Intoleranz aufweisen, sollten auf den Konsum von Rotwein verzichten. Generell fördert stärkerer Alkoholgenuss verschiedene Krankheiten wie Diabetes, Gicht, Lebererkrankungen, Herzinfarkt und Krebs.

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