Richtig Fasten

Fasten ist die bewusste Entscheidung auf Lebens- und Genussmittel bzw. Getränke innerhalb eines bestimmten Zeitraumes von ein bis mehreren Tagen ganz oder teilweise zu verzichten. Wenn nur bestimmte Nahrungsmittel wie Fleisch, Koffein oder Nikotin weggelassen oder eingeschränkt konsumiert werden, spricht man auch oft von Enthaltung oder Abstinenz. Das Fasten hat eine lange Tradition, ist häufig religiös bedingt und dient oft dem Gewinn seelischer Harmonie oder Erhöhung der Willenskraft. Durch den darmreinigenden Effekt, kann die Lebenserwartung erhöhen und den Alterungsprozess verzögern. Deshalb wird Fasten häufig in Therapien oder Diäten, auch als Heilfasten zum Zwecke eines höheren Wohlbefindens und einer gestärkten Gesundheit, neben dem positiven Nebeneffekt der Gewichtsreduktion, angewandt.
Vor allem Rheuma – Patienten profitieren von der gezielt angestrebten Darmentleerung, der Entschlackung und Regeneration des Körpers und der Seele.
Die bekannteste Fasten – Kur ist die des Pfarrers Kneipp, der als Basis Wasseranwendungen wie Bäder, Güsse, Waschungen, Wickel und Dampfbäder oder Inhalationen zugrunde legt.
Schwangere, Kinder, Alkoholiker, Raucher, ältere Menschen und Patienten mit Stoffwechselerkrankungen sowie Herz- Kreislaufbeschwerden sollten keine Fastenkur durchführen. Generell schadet es nicht sein Vorhaben mit einem Arzt abzusprechen.

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Tipp Ihres Apothekers

• Gewöhnen sie Ihren Körper in den ersten Tagen langsam an die Fasten – Zeit, in dem Sie zunächst einen Obst- und Gemüsetag einlegen. Ihr Darm erfährt hierbei die erste Entleerung.
• Unterstützend empfiehlt es sich Weizenkleie oder Leinsamen einzunehmen und bereits viel zu trinken.
• In den darauf folgenden Tagen des Fastens stellen Sie komplett auf Flüssigkeitszufuhr um.
• Bereiten Sie sich diese besonders schmackhaft zu. Wählen Sie frische Fruchtsäfte, würzige Kräutertees (z.B. mit frischer Minze), Gemüsebrühen und viel Wasser.
• Sie sollten während des Fastens täglich auf mindestens drei Liter Flüssigkeitszufuhr kommen.
• Nehmen Sie kein Alkohol, Kaffee oder Nikotin zu sich.
• Fasten Sie nicht zu lang. Durch den Proteinmangel baut der Körper v.a. Muskel, statt Fett ab. Gleichen Sie dies durch 150 Gramm Magerquark pro Tag aus.
• Zu langes Fasten bedeutet zudem für den Körper Stress und das Immunsystem und die Psyche kann darunter leiden. Deshalb sollten depressive Menschen nicht Fasten.
• Treiben Sie in der Fasten – Zeit keinen Sport, da dies eine höhere Energiezufuhr statt eine niedrigere benötigt.
• Nach den Fastentagen sollten Sie auf keinen Fall sofort zu Ihren normalen Essgewohnheiten übergehen. Gewöhnen Sie auch hierbei wieder Ihren Körper langsam um und geben Sie ihm zwei bis drei Tage Zeit, sich wieder an die feste Nahrung zu gewöhnen.
• Bauen Sie die Darmflora nach dem Fasten wieder auf. Probiotische Milchsäurebakterien sind zum Beispiel in Sauerkraut oder Brottrunk enthalten. Im Gegensatz zu probiotischem Joghurt oder Drinks enthalten Sauerkraut und Brottrunk natürlich hocheffektive Probiotika.
• Nehmen Sie nach dem Fasten zudem Vitamin C über Sanddornsaft und natürliche „Antibiotika“ über kaltgeschleuderten Bienenhonig zu sich.