Pektin

Pektine sind pflanzliche Polysaccharide, die vor allem in Kernen und Schalen diverser Obstsorten wie Äpfel, Aprikose, Kirsche, Johannisbeeren und Stachelbeeren enthalten sind. In einem besonders hohen Prozentsatz von 30 Prozent kommt Pektin in Citrusschalen vor. Pektin findet sich aber auch in Stängeln, Blüten und Blättern. Pektinarm hingegen ist das weiche Fruchtfleisch wie z.B. das einer Erdbeere.

Pektine wirken im menschlichen Organismus als Ballaststoffe und senken den Cholesterinspiegel, wenn sie zu den Hauptmahlzeiten mit reichlich Wasser aufgenommen werden. Weiterhin beschleunigen sie das Sättigungsgefühl und unterstützen eine gesunde Verdauung, da sie die Darmflora positiv beeinflussen. Pektine helfen gegen Krankheitserreger und hemmen den Wachstum von Bakterien.

Der Verzehr eines Apfels fördert also die Darmgesundheit, unterstützt die Verdauung, sättigt, trägt zur Entschlackung bei und dient einem sauberen Bindegewebe. Durchfall wird beispielsweise durch die Einnahme von kleingeriebenen Apfelstückchen vermindert.

Außerdem wirkt Pektin gegen Arteriosklerose und nimmt positiven Einfluss auf den Blutglukosespiegel, die Blutgerinnung und Wundheilung. Pektin bindet zudem Schwermetalle und radioaktives Material.

Pektin wird aufgrund seiner Fähigkeit, Gele zu bilden und stark quellend zu sein in der Lebensmittelindustrie als Gelier-, Verdickungs- und Stabilisierungsmittel eingesetzt. So finden wir Pektine in Back- und Süßwaren, zur Getränkestabilisation und in Milcherzeugnissen wie im Joghurt wieder. Aber auch im Haushalt kann Pektin zur Herstellung von Gelees, Konfitüren und Marmeladen eingesetzt werden und ist ein geeigneter Ersatz für Gelatine.