Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind essentielle Stoffe, die den ungesättigten Fettsäuren zuzuordnen sind. Da diese nicht vom Körper selbst hergestellt werden können, muss der menschliche Organismus täglich eine ausreichende Menge an Omega-3-Fettsäuren aus tierischen oder pflanzlichen Quellen über die Nahrung aufnehmen.

Verschiedene Pflanzenöle wie Leinöl, Chiaöl und Perillaöl enthalten über 50 Prozent Omega-3-Fettsäuren, Sacha Inchi Öl circa 48 Prozent, Leindotteröl ungefähr 38 Prozent, Hanföl 17 Prozent, Walnussöl 13 Prozent und Rapsöl 9 Prozent.

Auch in verschiedenen Fischen wie Atlantischer Lachs und Hering, Makrele, Sardine oder Sardelle sind Omega-3-Fettsäuren mit einem Prozentsatz von bis zu 2 Prozent enthalten.

Die für den Körper wichtigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sind vor allem im Fisch enthalten. Sie senken bestimmte Blutfettwerte, die sogenannten Triglyzeride, während die Omega-3-Fettsäure mit dem Namen α-Linolensäure pflanzlicher Herkunft ist und die Blutfettwerte hebt.

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlen eine tägliche Aufnahme von 250 Milligramm an EPA und/oder DHA. Docosahexaensäure sollte vor allem auch in der Schwangerschaft und Stillzeit aufgenommen werden, da diese positiv auf die Gehirnentwicklung des Fötus bzw. Neugeborenen einwirkt. Der zweimalige Verzehr von fettem Fisch innerhalb einer Woche erweist sich hier als günstig.

Generell wirkt die Docosahexaensäure auf Struktur und Funktion des Gehirns und des Auges positiv ein. Sie sorgt beispielsweise für Synapsenbildungen, reguliert aber auch Hormonsysteme. Bei einem ausreichenden DHA-Gehalt im Körper ist die Wahrscheinlichkeit von Kognitionsverlusten, Demenz, Depression, Schizophrenie sowie einen Schlaganfall zu erleiden verringert.

Zudem sind EPA und DHA Bestandteile der Zellmembran und wirken anti-arrhythmisch, d.h. sie beugen Herzrhythmusstörungen vor und stabilisieren instabile Gefäßbezirke, die ohne ihr Einwirken Herzinfarkte verursachen. Außerdem entschleunigen sie das Vorangehen von Veränderungen der Herzkranzgefäße und haben weitere positive Effekte auf die Gefäßfunktion, den Blutdruck und als Entzündungsmediatoren. Menschen, die häufig fetten Fisch essen, nehmen die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren auf. Damit sinkt bei ihnen das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen und einen plötzlichen Herztod zu erleiden.