Natrium

Das chemische Element Natrium ist einer der häufigsten essentiellen Mineralstoffe des menschlichen Körpers und gehört somit zu den Mengenelementen. Im menschlichen Organismus sind etwa 70 bis 100 Gramm Natrium enthalten. Ein Drittel des Natriumbestandes ist in den Knochen abgespeichert und kann bei Natriummangel an das Blut abgegeben werden. Natrium liegt als Elektrolyt im intrazellulären Raum vor. Natrium-Ionen sind an der Entstehung und Weiterleitung von Erregungen in Nervenzellen und Muskelfasern beteiligt.

Ein bis drei Gramm Natrium sollte man pro Tag zu sich nehmen. Man findet es vor allem im Kochsalz. Wenn der Natriumspiegel unter 135 mmol/l sinkt, spricht man von Hyponatriämie, der Unterversorgung von Natrium und das Zellvolumen steigt an. Bei einer Hypernatriämie, einem Wert über 145 mmol/l, schrumpfen die Zellen und der Körper ist mit Natrium überversorgt. Beides beeinträchtigt die Funktion des Gehirns. Epileptische Anfälle, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma können Folgen sein.

Die Ursachen einer Unterversorgung können des Weiteren Erbrechen, Durchfall, vermehrte Harnausscheidung und starkes Schwitzen sein. Folgen sind extrazelluläre Austrocknung und Abnahme des Blutvolumens. Dies zeigt sich durch niedrigen Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Apathie, Übelkeit und Muskelkrämpfe.

Aufgrund unserer salzhaltigen Nahrung ist es eher ungewöhnlich an Natrium-Mangel zu leiden. Gerade wer viel Mineralwasser trinkt, sollte darauf achten, dass wenig Natrium enthalten ist. Eine exzessive Zufuhr von Natrium, zum Beispiel durch eine übermäßige Einnahme von Kochsalz führt zu Bluthochdruck, Ödemen, Austrocknung der Haut und Schleimhaut bis hin zum Herzversagen.

Natrium ist in Artischocke, Brokkoli, Erdbeere, Grapefruit, Grünkohl, Himbeere, Kartoffel, Kokosnuss, Limette, Linse, Möhre, Nektarine, Orange, Papaya, Pfirsich, Sanddorn, Süßkartoffel und Wassermelone enthalten.