Mittel gegen Neurodermitis

Neurodermitis  ist eine Hauterkrankung, die zu Entzündungsreaktionen der extrem trockenen Haut mit unangenehmen Juckreiz führt und bereits im Säuglings- und Kleinkindalter auftritt. Ursächlich sind erbliche, aber auch umweltbedingte Faktoren wie eine allergische Reaktion auf bestimmte Stoffe wie Blütenpollen, Tierhaare, Hausstaub, Wolle oder diverse Nahrungsmittel sowie psychische Aspekte, z.B. Stress. Milchschorf bei Babys ist ein erstes Indiz für Neurodermitis. Später kommt die Ausbreitung der Neurodermitis um das Gesicht, den Hals, in der Windelregion und an den Rückseiten der Arme und Beine hinzu. Neurodermitis äußert sich dann als ein roter juckender Ausschlag.  Durch Aufkratzen verschlimmert sich der Zustand.  Bei älteren Kindern und Erwachsenen kann sich Neurodermitis am ganzen Körper äußern. Das Erscheinungsbild der Haut  ist rötlich, fleckig, verdickt und trocken. Zudem ist die Haut durch Hautbakterien leicht entzündlich.

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Tipps vom Apotheker:

Gegen Neurodermitis helfen eine Reihe von Hausmitteln und Präparaten. Diese können Neurodermitis nicht heilen, aber ihre Auswirkungen mindern oder vorbeugend helfen:

  • Eine tägliche Hautpflege mit Ölbädern wie das Linola Fett Ölbad, Cremes wie die Physiogel Calming Relief A.I. Creme und Lotionen wie die Sebamed Trockene Haut 10% Urea akut Lotion, die rückfettend sind, kann man vorbeugend nehmen.
  • UV-Strahlung tut der Neurodermitis-Haut gut. Gehen Sie in die Sonne! Achten Sie aber darauf, dass Sie keinen Sonnenbrand bekommen.
    • Bei leichten bis mittelschweren Formen der Neurodermitis sind Cremes mit dem Wirkstoff Pimecrolimus zu empfehlen. Beginnen Sie die Therapie unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Symptome, um akute Ekzemschübe zu verhindern.
    • Bei mittelschweren bis schweren Formen der Neurodermitis sind Präparate mit dem Wirkstoff Tacrolismus eine Anwendungsmöglichkeit.
    • Chronische und schwer verlaufende Formen werden häufig mit Ciclosporin innerhalb einer Kurzzeit – Intervall – Therapie kuriert.
    • Im akuten Stadium sollte man kortisonhaltige Cremes verwenden, um eine überschießende Immunreaktion zu unterdrücken und die Entzündungen einzudämmen.  Kortisonhaltige Salben zur äußerlichen Anwendung finden sich im Angebot unserer Internetapotheke.
    • Zum Einreiben auf die entzündlichen Stellen sind diverse Öle zu empfehlen:
      • Mischen Sie beispielsweise zu gleichen Teilen Lavendelöl, z.B. das Weleda Lavendel Entspannungsöl aus unserer Versandapotheke mit Mandelöl wie dem Kneipp Mandelblüten Hautöl und reiben Sie Ihre entzündete Haut mit dem Gemisch ein.
      • Zum Einreiben empfehlen sich aber auch Johanniskraut wie das Hettral Johanniskrautöl oder Ringelblumensalbe, z.B. die Theiss Ringelblumensalbe aus dem Angebot unserer Internetapotheke.
      • Diverse Umschläge können ebenfalls hilfreich sein:
        • Übergießen Sie beispielsweise zehn Gramm geschnittene Eichenrinde mit 250 Milliliter kaltem Wasser, dann kochen Sie den Mix auf und lassen diesen 15 Minuten ziehen. Nachdem Abkühlen, seihen Sie ab und tränken ein Tuch mit der Flüssigkeit. Legen Sie dieses dann auf die juckenden Stellen. Gern können Sie dafür auch das Eichenrinden-Extrakt Bad aus unserer Versandapotheke verwenden.
        • Machen Sie Umschläge mit Rote Bete-Saft.
        • Trinken Sie einmal täglich einen Teelöffel Borretsch-Öl wie das Borretschöl von Aurica oder mischen Sie es unter Ihr Essen. Gerade für Kinder ist die zweite Variante gut geeignet.
        • Mischen Sie zu gleichen Teilen Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Birkenblätter und Schafgarbe. Kochen Sie davon einen Teelöffel mit einem Viertel Liter Wasser auf. Lassen Sie das Ganze 15 Minuten zugedeckt ziehen.
        • Machen Sie einen Tee je aus gleichen Teilen von Labkraut, Hanfnesselkraut, Karlsdistelwurzel, Tausendgüldenkraut. Davon zwei Tassen am Tag über einen längeren Zeitraum trinken.
        • Würzen Sie Ihr Frühstück mit Brunnenkresse.
        • Schütten Sie in Ihr Badewasser Salz vom Toten Meer wie das Tote-Meer-Badesalz von Fette extra für Kinder mit juckender Haut oder einen Esslöffel Olivenöl und einen Viertel Liter Vollmilch. Baden Sie bei 37°C nicht länger als zehn Minuten darin, tupfen Sie danach Ihre Haut ab und reiben Sie sie dann mit Ringelblumensalbe oder Johanniskrautöl ein.
        • Gegen sehr starken Juckreiz hilft auf kurzer Sicht gesehen zerstoßenes Eis in einem Plastikbeutel, das Sie auf die entsprechende Stelle legen.
        • Verzichten Sie auf Wolle direkt auf der Haut.

Rezeptpflichtige Medikament können Sie auch in unserer Versandapotheke erhalten.

Lesen Sie mehr über Neurodermitis in unserem Krankheitenglossar.

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