Mittel gegen Herpes

Lippenherpes

Herpes simplex ist eine Infektion, die durch Viren hervorgerufen wird. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen Lippen- (Herpes labialis) und Genitalherpes (Herpes genitalis). Daneben gibt es seltenere, schwer verlaufende Formen der HSV-Infektion wie die generalisierte HSV-Sepsis bei Personen mit einer HIV-Infektion oder die generalisierte HSV-Infektion bei Neugeborenen (Herpes neonatorum). Menschen mit Neurodermitis können ebenfalls eine sehr schwerwiegende Form – Eczema herpeticatum – erleiden.

Nach einer oft unbemerkten Erstinfektion verbleiben die Viren in einem Ruhezustand im Organismus. Eine erneute Infektion über den Luftweg oder durch direkten Kontakt kann zum Ausbruch des Virus führen. Aber auch eine Aktivierung der ruhenden Viren im Körper durch Auslöser wie Stress, Menstruation, UV-Strahlung, Geburt eines Kindes oder fieberhafte Infekte ist möglich.

Bilden sich beim ersten Herpes-Ausbruch Bläschen im Mund spricht man von der Gingivostomatitis, ist die Scheide betroffen heißt die Infektion Vulvovaginitis, finden sich  Hautirritationen bei der Harnröhre nennt sich diese Herpes-Infektion Urethritis.  Die betroffenen Stellen spannen und sind überempfindlich. Die Bläschen sind dichtstehend, können aufplatzen, riechen unangenehm, sind eitrig, verursachen Schmerzen. Ein  ausgedehnter Befall kann Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten verursachen.

Greifen die Viren das Auge an, kommt es aber meist zu einer Hornhautentzündung und einer Vernarbung der Hornhaut, was zu einer Verminderung der Sehkraft führen kann.

Beim Eczema herpeticatum kommt es durch eine gestörte Immunabwehr zur raschen, flächendeckenden Ausbreitung der Herpes-Infektion. Die linsengroßen Bläschen verteilen sich zunächst über das ganze Gesicht, den Hals, später auch auf Rumpf und Extremitäten. Der von dieser Herpes-Form Betroffene fühlt sich krank und hat häufig hohes Fieber.  In der Regel dauert diese Herpes-Infektion zwei bis drei Wochen an.

Genitalherpes macht sich durch Brennen und Schmerzen an den Geschlechtsorganen bemerkbar. Es folgen Bläschen und charakteristische herpesartige Geschwüre an Eichel und Penisschaft bei den Männern und an Schamlippen, Scheide und Gebärmuttermund  bei den Frauen. Oft ist auch die Region bis zum After mit Bläschen übersät. Die typisch örtlichen Lymphknoten sind häufig teilweise beidseitig geschwollen.

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Tipps vom Apotheker gegen Lippenherpes:

  • Der erstmalige Ausbruch von Herpes führt nicht zur Immunisierung des Körpers. Herpes kann immer wieder auftreten. Eine Behandlung von Herpes kann nur eine Vermehrung der Viren verhindern und die Dauer der Erkrankung verkürzen.
  • Eine Erstinfektion im Kindesalter zeigt häufig keine Symptome. Mundfäulnis kann aber ein Hinweis auf Herpes simplex sein. Untersuchen Sie daher den Mundraum Ihres Kindes nach Mundausschlag mit stark schmerzenden Bläschen, messen Sie Fieber, kontrollieren Sie, ob eine Schwellung der Lymphknoten vorliegt und überprüfen Sie das allgemeine Wohlbefinden Ihres Kindes.
  • Pinseln Sie die Herpes-Bläschen mit desinfizierenden Zusätzen wie die Cutasept F Lösung aus unserer Internetapotheke medikamente-per-klick trocken.
  • Behandeln Sie die betroffenen Stellen mit antiviral wirkenden Inhaltsstoffen wie Aciclovir. Dadurch wird einer Vermehrung der Viren entgegengewirkt.
  • Die antiviralen Salben wie die Aciclovir Heumann Creme oder die Aciclovir ratiopharm Lippenherpes Creme aus dem Angebot unserer Versandapotheke sollten dabei frühzeitig zum Einsatz kommen.
  • Hilfe bei der Behandlung eines Lippenherpes bieten zudem spezifizierte Pflaster. Die  nahezu unsichtbaren Herpesbläschen-Patches wie das Compeed Herpesbläschen Patch aus unserer Internetapotheke dämmen schnell die Herpes-Infektion ein und lindern die durch die Herpes-Bläschen entstehenden Schmerzen. Außerdem haben sie den Vorteil, dass man diese überschminken kann.
  • Sollten hohes Fieber oder andere Komplikationen wie eine bakterielle Zweitinfektion auftreten, sollten Sie sich an einen Arzt wenden. Unter Umständen ist dann eine Behandlung mit Antibiotika sinnvoll.
  • Eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung, Sport und ausreichend Schlaf stärkt die körpereigene Abwehr und schützt vor einem erneuten Herpes-Ausbruch.
  • Berühren Sie die Herpes-Bläschen anderer Infizierter oder Ihre eigenen nicht mit den Händen.
  • Halten Sie Abstand zu Babys, denn eine Infektion mit dem Herpes-Virus kann bei Neugeborenen zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen.
  • Tritt schwerer Herpes labialis mehrfach auf oder kommt es zu Komplikationen, sind antivirale Tabletten (Virustatika) oder Injektionen einzusetzen.
  • Bei Schmerzen und Fieber können Sie zusätzlich schmerzlindernde und fiebersenkende Mittel aus dem Angebot unserer Versandapotheke zu sich nehmen.
  • Waschen Sie sich nach dem Kontakt mit Herpes-Bläschen die Hände.
  • Tragen Sie bei starker Sonneneinstrahlung Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor wie die Ducray Melascreen oder die AVENE SunSitive Sonnencreme SPF 50+  aus dem Angebot unserer Versandapotheke auf Ihre Lippen und rund um den Mund auf.

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Tipps vom Apotheker gegen Genitalherpes:

  • Um eine Ansteckung mit Genitalherpes zu vermeiden, nutzen Sie nur eigene Handtücher und Waschlappen und reinigen Sie sich gründlich im Genitalbereich.
  • Ist man mit den Herpes-Viren infiziert, sollte man Kondome beim Geschlechtsverkehr verwenden und auf Anal- sowie Oralverkehr verzichten.
  • Die Herpes-Bläschen dürfen nicht berührt und oder aufgekratzt werden. Falls die Bläschen dennoch mit bloßen Händen berührt wurden, sind diese sofort zu reinigen. Nutzen Sie vielmehr eine Zinkschüttelmixtur wie die Anaesthesulf Lotio aus dem Angebot unserer Internetapotheke zur Austrocknung und Kühlung der Bläschen. Die Zinkpaste von Caesar & Loretz sei an dieser Stelle ebenfalls als Beispiel erwähnt.
  • Auch Salben mit dem Wirkstoff Aciclovir wie die Aciclo-CT Creme, die eigentlich gegen Lippenherpes eingesetzt werden, können Verwendung finden.
  • Entzündungshemmend wirken zudem Melisse-haltige Cremes, die Sie mit einem Wattestäbchen auf die Herpes-Bläschen auftragen können.
  • Hilfreich sind des Weiteren Teebaumöl wie das Taoasis Teebaumöl oder Kieselsäuregel wie das Sikapur Gel, die den Reizzustand der Haut mindern.
  • Als homöopathisches Mittel empfiehlt sich die Halicar Salbe N.

 

 

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