Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element und gehört zu den essentiellen Bestandteilen des menschlichen Organismus. Etwa zwanzig bis dreißig Gramm Magnesium enthält der Körper eines Erwachsenen. Davon sind 50 bis 60 Prozent in den Knochen eingelagert. Im Blutplasma ist das Magnesium zu 40 Prozent an Eiweiße gebunden, zudem kommt es in Form von freien Ionen vor.

Der essentielle Mineralstoff Magnesium ist ein mannigfaltiger Aktivator vieler lebensnotwendiger Prozesse. So wirkt Magnesium entscheidend bei der Funktionalität von zahlreichen Enzymsystemen mit. Die Stoffwechsel von Kohlenhydrat, Fett, Eiweiß und Phosphor laufen nur bei Vorhandensein von Magnesium ab. So wirkt Magnesium positiv auf einen zu hohen Blutdruck ein, verbessert die Herzfunktion sowie die Belastbarkeit des Herzens und senkt den Cholesterin- und Ammoniakspiegel sowie den Blutzucker. Es reduziert damit auch das Risiko an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken.

Für die Knochengesundheit ist Magnesium ebenfalls sehr von Belang. Es aktiviert das Vitamin D sowie die Bildung von Knochensubstanzen, erleichtert den Calciumtransport und schützt somit vor Osteoporose. Magnesium wirkt auf den gesamten Elektrolythaushalt positiv ein und ist bedeutend für Muskeln, Nerven und Zellen.

Täglich sollte Magnesium dem Körper zugeführt werden. Der Magnesiumbedarf liegt bei etwa 0,3 Gramm pro Tag. Davon werden 20 bis 30 Prozent resorbiert. Eine ausreichende Magnesiumversorgung ist im Prinzip durch das im Trinkwasser und in der Nahrung enthaltene Magnesium gesichert. Allein zwei Drittel der Magnesiumzufuhr deckt die Einnahme von Getreide und Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Cornflakes oder Haferflocken ab. Magnesium findet man auch in Nüssen wie Erd- und Cashewnüssen, in Gemüsearten wie Blattspinat und Kohlrabi sowie in Früchten wie Beeren, Orangen und Bananen und ebenfalls in Kartoffeln, Milch und Milchprodukten, Fisch, Geflügel und Leber.

Allerdings erhöht sich der Magnesium-Bedarf durch Leistungssport, Hitze, Stress, nach Niereninsuffizienz und langanhaltendem Durchfall, chronischer Darmentzündung, schweren Hungerzuständen, verstärkten Alkoholkonsum oder bei der Einnahme hormonhaltiger Empfängnisverhütungsmittel.

Ein Magnesium-Mangel (Hypomagnesiämie) führt zu erheblichen Störungen der Körperfunktionen. Schlechtere Nahrungsverwertung, Steigerung der neuromuskulären Erregbarkeit, Muskel- und Wadenkrämpfe, Kopfschmerzen, Verkalkung der Blutgefäße, Nieren und Knorpel, Osteoporose (Knochenschwund), Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Absinken der Körpertemperatur, Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, Lärmempfindlichkeit, Wachstumsstörungen bis hin zum Herzinfarkt sind die Folgen. Depressionen und schizophrene Psychosen können aufgrund von Magnesium-Mangel verstärkt werden.

Daher ist es sehr wichtig darauf zu achten genügend Magnesium in seinem Organismus zu haben. Nahrungsergänzungsmittel, die Magnesium enthalten, helfen einen Mangel auszugleichen.