Keuchhusten

Symptome und Ursachen von Keuchhusten

Keuchhusten, auch Pertussis oder gelegentlich als Stickhusten bezeichnet, ist eine durch Bakterien ausgelöste, hochansteckende, langwierige und schwerwiegende Infektionskrankheit der Atemwege.

Die Keime des Bakterium Bordetella pertussis gelangen beim Niesen, Husten oder Sprechen in die Luft und werden mittels Tröpfcheninfektion beim Einatmen übertragen. Die Bakterien sondern Gifte ab, die das Immunsystem schwächen und das Gewebe schädigen.

Der Verlauf von Keuchhusten wird in drei Stadien unterteilt. Das Stadium catarrhale bricht 5 bis 14 Tage nach der Infektion mit grippeähnlichen Symptomen wie Husten, Niesen und Halsschmerzen aus und dauert ein bis zwei Wochen an. Andere Personen können bereits infiziert werden. Nach diesem relativ unspezifischen Anfang folgen krampf- und stakkatoartige Hustenattacken, die mit keuchenden Geräuschen beim darauffolgenden Luftholen einher gehen. Die Hustenanfälle treten häufig nachts oder unter Belastung wie Stress oder Sport auf. Diese Phase des Keuchhustens nennt man Stadium convulsivum. Sie kann mit Würgen und Erbrechen begleitet werden. Bei Säuglingen können sich die Anfälle des Keuchhustens als Atemstillstände mit Fieber einhergehend äußern und lebensbedrohlich werden. Aber auch bei einem Prozent der betroffenen Erwachsenen verläuft Keuchhusten tödlich. Mittelohr- und Lungenentzündung, starker Gewichtsverlust, Rippenfrakturen, Leistenbrüche und Inkontinenz sind des Weiteren häufige Komplikationen im Zusammenhang mit Keuchhusten. Die zweite Phase des Keuchhustens dauert mehrere Wochen an und auch hier besteht immer noch die Gefahr andere Personen anzustecken. In der letzten Phase, dem Stadium decrementi, lassen die Hustenanfälle langsam nach. Unbehandelt dauert diese Phase sechs bis zehn Wochen.

Gängige Medikation gegen Keuchhusten

Zur Prophylaxe, auch aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr wird eine Schutzimpfung empfohlen, denn eine ursächliche Therapie mit Antibiotika ist nur im Anfangsstadium möglich. Diese können den Krankheitsverlauf abmildern und verkürzen. Leider verhindern sie aber eine Ansteckung weiterer Personen im Umfeld nicht. Daher ist es dringend nötig in den ansteckenden Phasen des Keuchhustens zu Hause zu bleiben. Bei Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Pflegeheimen tätig sind, ist dies gesetzlich sogar vorgeschrieben. Zudem besteht in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen die Meldepflicht bei Auftreten der Erkrankung und in ganz Deutschland eine Meldepflicht im Todesfall durch Keuchhusten.