Jod

Jod (andere Schreibweise: Iod) ist ein chemisches Element, welches zu den Halogenen gehört. Jod ist ein unentbehrlicher Bestandteil des menschlichen Organismus, da die Schilddrüse jodhaltige Hormone bildet, die eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, beim Wachstum einzelner Zellen und des Gesamtorganismus spielen sowie den Knochenabbau hemmen. Weil Jod über die Nahrung aufgenommen wird und in unseren Breiten eine geringe Konzentration von Jod im Trinkwasser vorherrscht, kommt es häufig zu einer Unterversorgung der Schilddrüse mit Jod.

Daher wird der wöchentlich ein- bis mehrmalige Verzehr von jodhaltigem Seefisch sowie das Würzen mit jodiertem Speisesalz empfohlen. Täglich sollten 200 µg Jod über die Nahrung aufgenommen werden. Diese Menge entspricht circa 100 Gramm Seelachs.

Eine Jod-Unterversorgung führt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Dies äußert sich durch Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Übergewicht, trotz normaler Essgewohnheiten, Wassereinlagerungen, blasse Haut, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit und Knoten- bzw. Kropfbildung.

Personen, bei denen eine Unterfunktion der Schilddrüse festgestellt wurde, sind in andauernder ärztlicher Behandlung und müssen sich medikamentös Jod zuführen. Zudem finden jährlich 100 000 Operationen an der Schilddrüse aufgrund von Jodmangel statt.

Führt man allerdings dem Körper zu viel Jod zu, kommt es zu einer Schilddrüsenüberfunktion, bei der die Schilddrüse zu viele Hormone produziert und den menschlichen Stoffwechsel übermäßig ankurbelt. Die Folgen sind u.a. verstärktes Schwitzen, Herzklopfen, Rastlosigkeit, unregelmäßiger Puls, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Gewichtsverlust bis hin zu Herzbeschwerden. Eine Schilddrüsenüberfunktion muss ebenfalls medikamentös oder operativ reguliert werden.