Impotenz

Symptome und Ursachen von Impotenz

Unter Impotenz oder auch Erektile Dysfunktion versteht man eine Sexualstörung beim männlichen Geschlecht, die sich durch eine unzureichende Erektion des Penis über einen längeren Zeitraum und in der Mehrzahl der Versuche bemerkbar macht bzw. bei der eine Erektion des Penis nicht beibehalten werden kann.

Bei einer Erektionsstörung reicht die Erektion nicht für einen Geschlechtsverkehr aus, da der Penis nicht steif genug ist. Zudem kommt hinzu, dass manche Männer ihren Samenerguss nicht kontrollieren können, dieser zu vorzeitig oder verzögert kommt. Andere leiden darunter, keinen Samenerguss zu haben.

Wenn die Erektionsstörungen über sechs Monate anhalten, spricht man von einem chronischen Krankheitsbild. Die bei einer Impotenz ausbleibende Erektion wird durch das Zusammenspiel der Blutgefäße, der Hormone, des Nervensystems und der Psyche verursacht. Die Gründe für eine Erektile Dysfunktion können entsprechend vielfältig sein. Herz-Kreislauferkrankungen wie die Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Bluthochdruck oder ein zu hoher Cholesterinspiegel, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Medikamenten- und Alkoholmissbrauch, chronisches Nierenversagen, hormonelle Störungen wie die des Testosteronspiegels, Erkrankungen des Nervensystems wie Multiple Sklerose, Wirbelsäulenerkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder Operationen bzw. Verletzungen im kleineren Becken können dazu gehören. Allerdings kann Impotenz auch psychisch bedingt sein. Stress, Depressionen, Leistungsdruck und Persönlichkeitskonflikte können neben oder gemeinsam mit den körperlichen Ursachen zu Erektionsstörungen führen.

Die Wahrscheinlichkeit an Impotenz zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu. Insgesamt geht man von einer Betroffenheit zwischen 20 bis 50 Prozent bei Männern über 30 aus. Therapiert wird aus falscher Scham tatsächlich nur ein Bruchteil. Dabei ist Impotenz häufig ein Frühwarnzeichen für Gefäßverkalkungen, letztendlich für Angina pectoris, Herzinfarkt, Arteriosklerose und Schlaganfall.


Gängige Medikation gegen Impotenz

Mittlerweile gibt es sehr viele verschiedene Therapieoptionen, die letztendlich auch von der Ursache der Impotenz abhängen. Generell sollte jeder Betroffene für sich prüfen, welche der untenstehenden Lebensgewohnheiten eine Veränderung Bedarf:

– Einstellen des Nikotinkonsums

– Übergewicht reduzieren

– körperliche Bewegung erhöhen

– Blutzuckerspiegel senken

– Blutdruck normalisieren

– Cholesterinspiegel gegebenenfalls vermindern

Medikamentös werden häufig sogenannte PDE-5-Hemmer gegen Impotenz eingesetzt. Diese blockieren das Enzym Phosphodiesterase – 5, was zu einer Entspannung der Penismuskulatur führt. Dadurch können sich die Blutgefäße besser erweitern und die Schwellkörper sich mit Blut füllen. Die Wirkstoffe sind Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil, die sich in Wirkungseintritt und Wirkungsdauer leicht unterscheiden.

Wenn PDE-5-Hemmer nicht eingesetzt werden dürfen oder nicht entsprechend wirken, kann man versuchen Impotenz mit den Präparaten Yohimbin oder Prostaglandin-E1 zu beseitigen. Letzteres wird mit einer Nadel direkt in die Schwellkörper des Penis gespritzt (SKAT) oder in die Harnröhrenöffnung an der Penisspitze gedrückt (MUSE). Die Verabreichung direkt in die Schwellkörper ist wirksamer, aber auch nebenwirkungsreicher.

Auch der Einsatz von Erektionshilfen wie eine Vakuumpumpe kann hilfreich sein.

Bringen diese Behandlungen keinen Erfolg, kann man einen chirurgischen Eingriff wie Gefäßoperationen und Implantation sogenannter Penisprothesen wagen. Bei psychischen Ursachen kann eine psychologische Beratung bzw. eine Selbsthilfegruppe ein guter Weg sein.

Versuchen Sie nicht, die Impotenz selbst mit Medikamenten zu kurieren oder fragwürdigen Aphrodisiaka aus dem Sex-Shop in den Griff zu bekommen. Nur ein Arzt kann die Ursache für die Impotenz herausfinden und diese effektiv behandeln.