Ibuprofen

Ibuprofen (Name ist eine Ableitung von Isobutylphenylpropionsäure) ist ein Arzneimittel, das zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika gehört. Es wird als Medikament gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber verwendet. Der Wirkstoff zählt zu den Propionsäure-Derivaten.

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Anwendungsgebiete

Ibuprofen wird vor allem als Schmerzmittel zur Behandlung verschiedener Schmerzen verwendet: z.B. Zahnschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne, Regelschmerzen oder Muskelschmerzen. Darüber hinaus wird Ibuprofen als Arzneimittel gegen Gelenkentzündungen und gegen Fieber eingesetzt. In angemessener Dosis kann Ibuprofen auch Kindern als Medikament gegen Schmerzen und Fieber verabreicht werden.

Ibuprofen kann oral, rektal sowie intravenös verabreicht werden und wird dementsprechend in unterschiedlichen Darreichungsformen zubereitet. Es ist in Form von Tabletten, Kapseln, Salben, Zäpfchen, Granulat und auch in Säften erhältlich. Bis zu einer Dosis von 400 mg ist Ibuprofen in freiverkäuflichen Medikamenten enthalten. Es handelt sich dabei um Präparate zur Behandlung von Schmerzen und Fieber. Medikamente mit höheren Mengen sind dagegen verschreibungspflichtig. Sie sind für die Therapie von Entzündungen und rheumatischen Erkrankungen bestimmt.

Für die Selbstmedikation sollten Ibuprofen-Präparate nur für kurze Dauer (ca. 3 Tage, nicht länger als 2 Wochen) eingenommen werden.

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Wirkungsweise

Wie andere nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) entfaltet Ibuprofen seine Wirkung, in dem es die beiden Cyclooxygenasen-Enzyme Cox-1 und Cox-2 hemmt. Das verhindert wiederum die Bildung von Prostaglandinen, d.h. von Gewebshormonen. Diese Hormone sind für die Entstehung von Schmerz, Entzündung und Blutgerinnung und anderes mehr verantwortlich. Durch die Hemmung der Prostaglandinen werden die Entzündungsanzeichen gelindert. Damit wirkt Ibuprofen schmerzlindernd (analgetisch) und entzündungshemmend (antiphlogistisch).

Aus der Hemmung der Enzyme Cox-1 und Cox-2 resultieren jedoch auch Nebenwirkungen in Magen und Nieren.

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Wann darf Ibuprofen nicht angewendet werden?

Eine Behandlung mit Ibuprofen sollte gar nicht oder nur mit strengen Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt werden, wenn folgende Bedingungen vorliegen:

– Der Patient reagiert überempfindlich auf den Wirkstoff Ibuprofen oder auf andere Zusatzstoffe des Medikaments.

– Beim Patienten traten bereits Empfindlichkeitsreaktionen wie Asthmaanfälle, Anschwellung der Nasenschleimhaut oder Rötungen der Haut auf nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika.

– Der Patient leidet an chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Erkrankungen der Schleimhaut in Magen und Darm.

– Chronische Erkrankungen der Atemwege liegen vor, wie Bronchospasmus (Verkrampfung der Muskeln in den Atemwegen) oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

– Bei einer Störung der Blutbildung und eingeschränkter Funktion von Leber oder Nieren,

– Bei Bluthochdruck und Herzschwäche,

– Nach der 36. Schwangerschaftswoche und während der Stillzeit.

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Wechselwirkungen

Im Zusammenspiel mit anderen Medikamenten kann es bei der Einnahme von Ibuprofen zu Wechselwirkungen kommen. Bitte beachten Sie, dass dies aber auch abhängig ist, von der jeweiligen Menge der Arzneistoffe und der Darreichungsform.

Einige Arzneistoffe können die Wirkung von Ibuprofen, aber auch die unerwünschten Nebenwirkungen verstärken. Dazu gehören Lithium, Mittel zur Blutgerinnung, Ciclosporin, Methotrexat sowie Glukokortikoiden.

Eine Abschwächung der Wirkung tritt auf wenn Arzneimittel wie Diuretika oder ACE-Hemmer gleichzeitig mit Ibuprofen eingenommen werden.

Ibuprofen hemmt in geringem Maße die Blutgerinnung. Wenn es zusammen mit Antikoagulatien oder Thrombolytika (Mittel zur Auflösung von Blutgerinnseln)eingenommen wird, erhöht sich allerdings die Gefahr einer Blutung.

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Nebenwirkungen

Ibuprofen ist relativ nebenwirkungsarm und gut verträglich. Häufig, d.h. bei 1 von 100 Patienten wurden nach der Einnahme von Ibuprofen folgende Symptome beobachtet: Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Sodbrennen, Übelkeit, Durchfall, Blähungen usw.), Schwindelgefühl oder Kopfschmerzen.

Gelegentlich (bei 1 bis 10 von 1000 Personen) traten unerwünschte Nebenwirkungen auf wie Störungen des Sehvermögens, Hautausschläge, Asthmaanfälle, Wassereinlagerungen im Körpergewebe.

Das Auftreten der Nebenwirkungen hängt oft von der Dauer der Einnahme und von der Dosis ab.

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Medikamente

Sie finden den Wirkstoff Ibuprofen untern den Medikamenten gegen Schmerzen im Sortiment unserer Apotheke. In Tablettenform ist er z.B. enthalten in Nurofen Ibuprofen Tabletten (400mg), Ibuhexal Akut 400 Filmtabletten oder in Ibu ratioPharm Schmerztabletten. Als kindgereichte Medizin gegen Fieber wurde Ibuprofen in Nurofen Junior Fiebersaft zubereitet. Als Medikament gegen Gelenkschmerzen finden Sie Ibuprofen oft in streichfähiger Form in Salben und Gelen, wie z.B. in Dolgit Creme.