Histamin

Histamin ist ein Naturstoff, der im menschlichen Organismus als Gewebshormon und Neurotransmitter wirkt. Er zählt zu den biogenen Aminen und wird durch Abspaltung von Kohlendioxid aus der Aminosäure Histidin gebildet. Er übernimmt vielfältigste Aufgaben im menschlichen Organismus und ist unter anderem bei folgenden Aktionen beteiligt: Abwehr körperfremder Stoffe, Regulation der Magensäureproduktion, Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und Kontrolle des Appetits. Histamin wird im Körper enzymatisch auf- und abgebaut. Wenn die Aufnahme von Histamin aus dem Magen-Darm-Trakt schneller erfolgt als der enzymatische Abbau, wirkt Histamin toxisch. Histamin entsteht in großen Mengen bei mikrobiellem Verderb von Lebensmitteln beziehungsweise Fisch, altem Käse, Wein, Sauerkraut, Salami, Schinken, Bier, Hefe und Essig. Bedenklich ist eine Konzentration von mehr als 1000 Milligramm pro Kilogramm im Lebensmittel.

Menschen können unter Histamin-Intoleranz leiden, d.h. an einer Unverträglichkeit von Histamin, welches sie mit der Nahrung aufgenommen haben. Dies äußert sich mittels Kopf- und Bauchschmerzen, Durchfall, Sodbrennen und Brechreiz, Herzrasen, niedrigem Blutdruck, Schwellung der Augenlider, Hitzewallungen und Rötung der Haut.