Gallensteine

Symptome und Ursachen von Gallensteinen

Ein Gallenstein oder auch Gallenkonkrement bzw. Cholelith ist ein festes, kristallisiertes Ausfallprodukt der Galle bzw. der Gallenflüssigkeit, der durch ein Ungleichgewicht an löslichen Stoffen in der Galle entsteht. Ist ein Gallenstein vorhanden, spricht man von einem Gallensteinleiden oder auch von einer Cholelithiasis. Gallensteine, die sich in der Gallenblase befinden, verursachen das Gallenblasensteinleiden. Befinden sich die Gallensteine im Gallengang spricht man vom Gallenblasengangleiden. Gallensteine kommen relativ häufig und oft auch unbemerkt vor. Gerade kleinere Gallensteine, der sogenannte Gries oder Gallengries, werden in einem Ultraschall oft nicht gesehen.

Im Normalfall verursachen Gallensteine keine Beschwerden, klemmen sie sich allerdings ein und behindern somit den Abfluss der Galle, kann es zu starken Koliken, die sich durch heftige, krampfartige Schmerzen im rechten und mittleren oberen Bauch bemerkbar machen, kommen. Die Schmerzen können dabei bis in den Rücken und in die rechte Schulter ausstrahlen. Übelkeit und Erbrechen können zudem Begleiterscheinungen sein. Eine Gallenkolik dauert in der Regel 15 Minuten bis 5 Stunden. Wenn die Galle nicht ungestört abfließen kann und sie sich im Gallengang staut, reichern sich die Leberenzyme im Blut an, der Stuhlgang bleibt hell, aber der Urin verfärbt sich dunkel. Wird die Gallenflüssigkeit bis in die Leber zurückgestaut, wird der Gallenfarbstoff im Blut angereichert, was zu einer Gelbfärbung der Haut sowie der Augen und somit zur Gelbsucht bzw. Ikterus führt. Gallensteine und der verursachte Rückstau der Gallenflüssigkeit durch das Vorhandensein der Gallensteine können des Weiteren zu Entzündungen der Gallenwege führen. Je nach Ort der Infektion spricht man von einer Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) und/oder einer Gallengangentzündung (Cholangitis).

Zu den bereits beschriebenen Beschwerden können ein Völle- und Druckgefühl im Oberbauch, Unverträglichkeit von fettigen, gebratenen Speisen oder Kaffee, Blähungen sowie Durchfall hinzu kommen.

Die aus über 70 Prozent aus Cholesterin bestehenden, gelbgefärbten Cholesterinsteine sind Gallensteine, die sehr häufig vorkommen. Die aus größtenteils Bilirubin bestehenden braun bis schwarzen Biliirubin – Steine oder auch Bilirubin –Pigment – Steine sind eher selten.

Frauen sind häufiger betroffen als Männer, wobei mit dem Alter der Unterschied geringer wird. Übergewicht begünstigt die Entstehung von Gallensteinen, ebenso helle Haare und mehrere Geburten. Auch erbliche Faktoren spielen eine Rolle, da eine Häufung von Gallensteinen innerhalb von Familien öfter ausgemacht wird.

Gängige Medikation von Gallensteinen

Bei einer akuten Gallenkolik werden krampflösende und schmerzstillende Mittel eingesetzt. Hierzu finden Sie einige Medikamente in unserem Shop unter der Kategorie Leber- und Gallenbeschwerden. Mit Antibiotika behandelt man eine mögliche Infektion der Gallenblase. Hinzu kann kommen, dass der Patient eventuell auf eine Nulldiät mit Infusion gesetzt wird und für 24 Stunden nichts essen darf. Gallensteine in der Gallenblase, die Beschwerden verursachen, entfernt man sehr häufig chirurgisch mit der Gallenblase, meist mittels Schlüssellochchirurgie. Gallensteine im Gallengang müssen bei Beschwerden und können bei Symptomlosigkeit ebenfalls operativ entfernt werden. Dieses gelingt meist auf endoskopischem Weg.

Bei manchen Betroffenen werden Gallensteine medikamentös aufgelöst (systemische Litholyse) oder mittels Stoßwellen (Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie) zertrümmert. Diese Formen der Behandlung dauern länger und werden meist nur angewandt, wenn keine Operation möglich ist. Das Risiko, dass sich erneut Gallensteine entwickeln liegt bei 30 und 50 Prozent.