Erste-Hilfe-Tipps bei Milchstau und Brustentzündung

 

beim stillenWenn eine Mutter ihr Kind stillt, so ist dies ein natürlicher Vorgang und oft ein Bild des Friedens. Allerdings haben manche Mütter Probleme beim Stillen.

Milchstau

Schmerzende Brüste mit harten, knotigen Stellen deuten auf einen Milchstau hin. Dazu kann es kommen, wenn die Brust nicht richtig entleert wird.

Tipps:

  • Bei einem Milchstau hilft es, wenn Sie die betroffene Brust vor dem Stillen mit einer Wärmflasche, einer warmen Dusche oder einem warmen Waschlappen behandeln. Massieren Sie die erwärmte Brust mit kreisenden Bewegungen.

  • Lassen Sie ihr Baby den Stau „wegtrinken“. Legen Sie den Säugling etwa alle 2 Stunden an.

  • Kühlen Sie die Brust nach dem Stillen wieder etwas ab.

  • Gönnen Sie sich Ruhe und Schlaf, denn Milchstau ist oft eine Folge von Stress.

  • Eine gute Hautpflege ist wichtig, damit die Haut nicht rissig wird und Bakterien eindringen können. Salben wie Garmastan unterstützend fettfrei die Hautfunktion an Brust und Brustwarzen und beugen der Entstehung kleiner Hautrisse vor.

Fragen Sie auch Ihre Hebamme oder Ihren Arzt um Rat, wenn Sie sich unsicher fühlen.

 

Brustentzündung (Mastitis)

Ein unbehandelter Milchstau kann sich zu einer schmerzhaften Brustentzündung entwickeln. Die gestaute Milch bildet einen Nährboden für Bakterien. Bei einer Entzündung kommen zu den Schmerzen in der Brust hohes Fieber (über 39°C), Kopf- und Gliederschmerzen hinzu. Die betroffene Brust ist oft verhärtet, gerötet und warm. Bei einer leichten Brustentzündung können Sie weiterhin stillen. Bei starken Schmerzen und hohem Fieber sollten Sie sicherheitshalber an Ihren Arzt oder Ihre Hebamme wenden.

Tipps:

  • Ebenso wie beim Milchstau, sollten Sie die betroffene Brust vor dem Stillen erwärmen, z.B. durch eine warme Dusche, durch eine Wärmflasche oder warme Umschläge.

  • Sie können auch Stillhütchen verwenden, die so einen direkten Kontakt vermeiden. Sie sind in Größe 1 oder in Größe 2 bei uns erhältlich.
  • Kühlen Sie die Brust nach dem Stillen wieder mit kühlen Umschlägen, kalten Kompressen oder ähnlichem.

  • Quarkwickel sind ein empfohlenes Hausmittel zur Kühlung und Linderung der Entzündung.

  • Achten Sie darauf, dass Sie die Brust regelmäßig gut entleeren. Falls Sie nicht stillen wollen, können Sie auch eine Milchpumpe (z.B. von Junghans Medical) verwenden.

  • Sie sollten viel trinken, denn durch das Fieber verliert der Körper an Flüssigkeit.

  • Verwenden Sie einen gut sitzenden BH, um die Brust (meist ist nur eine betroffen) möglichst ruhig zu halten.

  • Gönnen Sie sich Ruhe und Schlaf. Das braucht der Körper, da er alle Kräfte mobilisiert, um gegen die Entzündung zu kämpfen.

Sollte mit diesen Maßnahmen nach 24 Stunden keine deutliche Besserung eintreten, dann wird der Arzt wahrscheinlich eine Behandlung mit einem stillverträglichen Antibiotikum einleiten. Nach etwa 3 Tagen ist die Entzündung dann vorbei.

 

Lassen Sie sich auch von Ihrer Hebamme bzw. Ihrem Frauenarzt beraten, wenn Sie beim Stillen Probleme oder Schmerzen haben.