Xylit

Xylit oder auch Xylitol sowie Pentanpentol sind Namen für einen kariostatisch und antikariogenen Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff E 967 in einigen Lebensmitteln enthalten ist sowie natürlich in einigen Früchten wie Pflaumen, Erdbeeren oder Himbeeren, Gemüse wie Blumenkohl und Pilzen vorkommen kann. Geschmacklich und in der Süßkraft steht es der Saccharose nicht nach. Löst sich Xylit im Mund im Speichel, kommt es zu einem Kühleffekt, da es seiner Umgebung Wärme entzieht. Der Nährwert ist mit 40 Prozent geringer als bei gewöhnlichen Haushaltszucker, denn ein Gramm Xylit liefert 2,4 Kilokalorien. Der Stoffwechselweg ist von Insulin nicht abhängig und beeinflusst den Insulin- bzw. Blutzuckerspiegel nur wenig. Xylit ist damit für Diabetiker gut geeignet. Wegen seiner antikariogenen Wirkung wird Xylit auch bei der Herstellung von Mundhygiene-Kaugummi und anderen Zahnpflegeprodukten verwendet.

Wenn Xylit mehrere Minuten über 200 Grad Celsius erhitzt wird, karamellisiert es. Daher wird das wasserlösliche Xylit häufig als koch- und backfest beschrieben. Die Toleranzgrenze, die als unbedenklich gilt, beläuft sich auf 10 bis 20 Gramm pro Einzeldosis. Bei übermäßigen Verzehr kommt es zu Blähungen und Durchfall. Gewöhnt sich der Körper allerdings an einen höheren Konsum, verschwinden diese unangenehmen Begleiterscheinungen.

In Studien konnten eine mittelohrentzündungsvorbeugende Wirkung von Xylit festgestellt werden. Eine osteoporosevorbeugende Wirkung wird noch überprüft.