Wasserhaushalt

Der Wasserhaushalt beschreibt die Aufnahme und Abgabe von Wasser in biologischen Systemen wie Zellen, Gewebe und Organismen. Der Wasserhaushalt des Menschen wird also durch die Zufuhr wie Getränkeaufnahme, Nahrungswasser und Oxidationswasser aus der Verbrennung von Nahrungsstoffen und dem Export durch Ausscheiden von Urin, Kot, über die Haut in Form von Schweiß bzw. über die Atemwege bestimmt. Diese Wasserabgabe ist notwendig, um Stoffwechselprodukte wie Harnstoffe und diverse Salze auszuscheiden, aber auch eine Wärmeabgabe aus dem Körperkern bei zu hohen Außentemperaturen zu ermöglichen. Man geht davon aus, dass ein erwachsener Mann etwa 1,5 Liter täglich abgibt und diesen Verlust mit einer erneuten Wasseraufnahme ausgleichen muss.

Eine grobe Regulation des Wasserhaushaltes geschieht über den Durst. Werden höhere Wasserverluste durch Schwitzen oder Durchfall nicht zügig ersetzt, steigt der osmotische Wert an. Eine vermehrte Wasseraufnahme wiederum führt zum Absinken des Wertes. Die Niere, deren Tätigkeit hormonell gesteuert wird, ist das Hauptorgan zur feineren Regulierung des Wasserhaushaltes. Sie gleicht kurzfristige Abweichungen flink durch eine Veränderung in der Wasserausscheidung aus.

Ein untergewichtiger Mensch besteht aus ungefähr 70 Prozent aus Wasser, ein übergewichtiger nur noch zu 45 Prozent. Der Wassergehalt ist also umso niedriger je höher der Anteil des Körperfettes ist.