Vitamin D

Vitamin D bzw. D3 oder auch Cholecalciferol bzw. kurz Calciol ist ein farbloser, fettlöslicher Feststoff, der zu den für den Körper wichtigen Stoffen zählt. Calciol hat die Funktion eines Prohormons. Es wird zu dem Hormon Calcitriol im menschlichen Organismus umgewandelt. Dieses wiederum verbessert die Abwehr gegen Infekte wie Tuberkulose und ist ein wirksamer Schutz gegen Autoimmunerkrankungen bzw. gegen diverse Krebsarten. Zudem reguliert Vitamin D den Calcium – Spiegel im Blut und beim Knochenaufbau. Weiterhin hat Vitamin D autokrine Funktionen, d.h. es wirkt bei Zellwachstum, Zellteilung und Zelldifferenzierung sowie bei der Kontrolle hormonaler Systeme und bei der Entwicklung sowie Funktion des Nerven- und Muskelsystems mit.

Fehlt Vitamin D kann es zu folgenden schwerwiegenden Mängeln kommen: Autoimmunkrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 1, Morbus Crohn, Multiple Sklerose oder Systemischer Lupus erythematodes, Infektionskrankheiten wie Atemweginfekte oder Tuberkulose, Krebserkrankungen wie Dickdarmkrebs, Brustkrebs, Leukämie, Karzinome wie das Pankreaskarzinom, Osteoporose, genauer gesagt zu einer Minderung der Knochendichte und damit zu einem erhöhten Risiko an Knochenbrüchen, Muskelschwäche und –schmerz, Hirnleistungsstörungen, Demenz, Parkinson und Parodontitis, das heißt eine irreversible Zerstörung des Zahnhalteapparates. Kinder leiden bei starkem Mangel an Vitamin D an Rachitis. Die erkrankten, noch wachsenden Knochen leiden dabei an einer gestörten Mineralisation und an einer Desorganisation der Wachstumsfugen.

Vitamin D wird mit Hilfe von ultraviolettem Licht vom menschlichen Körper selbst synthetisiert und auch mit der Nahrung aufgenommen. Der Bedarf an Vitamin D in der Nahrung wird größer je kürzer sich der Mensch draußen aufhält. Das Eincremen mit Sonnenmilch verhindert zudem die Synthese von Vitamin D und sollte bei der Planung der Nahrungsaufnahme berücksichtigt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz die DGE, empfiehlt für Säuglinge im ersten Lebensjahr und für ältere Personen ab dem 65. Lebensjahr eine Tagesdosis von 10 Mikrogramm, für Kinder und Erwachsene 5 Mikrogramm. Nimmt eine stillende Mutter täglich 100 Mikrogramm an Vitamin D auf, hat die Muttermilch eine optimale Höhe an Vitamin D für den Säugling enthalten.

Der beste Garant ist der Aufenthalt im Freien, denn die Haut kann circa 250 bis 500 Mikrogramm an Vitamin D bilden. Dagegen sind in der Nahrung vergleichsweise niedrige Mengen an Calciol enthalten. Fettfische, Innereien, Pilze und Eier sind gute Garanten für Vitamin D. Im Lebertran sind 300 Mikrogramm pro 100 Gramm Gesamtgewicht enthalten. Im Lachs bereits nur noch 16 Mikrogramm, im Räucheraal 21, in Sardinen 11 und im Kalbsfleisch 3,8. In der Avocado finden sich noch 3,43 Mikrogramm, in Champignons 1, 9 und in der Butter 1,3.