Erbrechen

Symptome und Ursachen von Erbrechen

Erbrechen oder auch ausspeien, sich übergeben, vomieren oder regurgitieren ist eine schwallartige Entleerung des Magen- oder Speiseröhreninhalts über den Mund. In der Speiseröhre kann es zudem zu einem durch die Magensäure verursachtes Brennen, das sogenannte Sodbrennen, kommen. Beim Brechen sind der Brechreflex des neunten und zehnten Hirnnervs, die Nerven der Bauchmuskeln, des Zwerchfells und der Atemwege aktiv. Ausgelöst wird es indirekt über die Rachenhinterwand- oder Magenschleimhaut bzw. über die Geruchs- und Geschmacksorgane, besonders bei Ekel, aber auch über das Gleichgewichtsorgan. D.h. es kann eine psychovegetative Reaktion auf optische und akustische Reizeinwirkungen sein. Eine direkte Reizung des Brechzentrums durch erhöhten Hirndruck, diverse Hirnerkrankungen oder Erkrankungen der Verdauungsorgane wie Magen–Darm–Infekte, Urämie, Leberversagen, Blutzuckerveränderungen sowie die Verabreichung chemischer Stoffe bzw. Medikamente können ebenfalls zum Erbrechen führen. Das Einnehmen von Zytostatika bei der Behandlung von Krebs hat häufig Erbrechen als unangenehme Nebenwirkung zur Folge, Emetika hingegen sind Mittel, die Erbrechen bewusst initiieren, um beispielsweise den Magen von Giftstoffen zu befreien. Übermäßiger Alkohol-Genuss, Schwangerschaft und psychische Störungen wie Essstörungen, beispielsweise Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa können ebenfalls zum Erbrechen führen.

Beim Erbrechen verliert der Körper Magensäure und Flüssigkeit, somit Elektrolyten. Zudem kann es zu einer Reizung oder sogar zu einem Riss in der Speiseröhre kommen. Erbricht sich eine Person häufig, werden auch die Zähne in Mitleidenschaft gezogen. Die Wirkung von Medikamenten kann aufgehoben werden, da die Wirkstoffe nicht genügend Zeit hatten, um sich zu entfalten.


Zusammenfassung möglicher Ursachen:

Akutes Abdomen

Erkrankungen des Gehirns

Erkrankungen der Verdauungsorgane

Akute Blinddarmentzündung

Akute Gallenblasenentzündung

Darmverschluss

Eileiterriss bei Eileiterschwangerschaft

Magendurchbruch

Stielgedrehte Eierstockzyste

Verschluss einer Eingeweidearterie

Enzephalitis

FSME

Gehirnblutung

Gehirntumor

Gehirnverletzungen

Herpes-Enzephalitis

Meniere-Krankheit

Meningitis

Multiple Sklerose

Neuroborreliose FSME

Schlaganfall

Virale Meningitis

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Gallensteine

Gastritis

Infektion durch Parasiten, Bandwurmbefall

Laktoseintoleranz

Lebensmittelvergiftung

Leberentzündung

Magengeschwür

Magenkrebs

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Reizmagen

Zwölffingerdarmgeschwür

Stoffwechselstörungen

Erkranungen des Herzens

Sonstiges

Addison-Krankheit

Botulismus

Hitzschlag

Leberversagen

Nierenversagen

Reisekrankheit

Stoffwechselentgleisung bei Diabetes

Bluthochdruck

Herzinfarkt

Herzschwäche

Schwangerschaft

Migräne

Vergiftungen

Psychische Ursachen

Alkohol

Medikamente

Pilze

Sonstige chemische Substanzen

Ekel

Essstörungen

gesteigerter Würgreflex

 

Gängige Medikation bei Erbrechen

Will man Erbrechen behandeln, sollte man zunächst die Ursachen klären. Ist man gegebenenfalls schwanger, hat man etwas Verdorbenes gegessen oder liegen evtl. ernstzunehmende Gründe vor? Die Behandlung des Erbrechens sollte sich dann nach der jeweiligen Ursache richten. Hierfür können verschiedene Untersuchungen nötig sein.

Gleichgewichtsstörungen etwa werden erfolgreich mit Antihistaminika, beispielsweise mit Diphenhydramin, welches in den Vomex A Retardkapseln enthalten ist oder mit Anticholinergika (z. B. Scopolamin) behandelt. Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit einem Migräne-Anfall werden üblicherweise mit Prokinetika wie z. B. Metoclopramid verwendet. Oder mit Domperidon wie die auf Rezept erhältlichen Domperidon 1A Pharma 10 mg Tabletten, behandelt, die zusätzlich die Aufnahme von Migränetherapeutika beschleunigen. Erbrechen, welches durch die Reisekrankheit hervorgerufen wird, behandelt man mit Dragees oder Tabletten gegen Reisekrankheit. Gastritis wird durch eine Verabreichung von Protonenpumpenhemmer, die die Bildung der Magensäure hemmen und einer Medikation mit säureneutralisierende Antazida oder säureblockenden H2-Antihistaminika behandelt. Oft ist eine lebenslange Substitution von Vitamin B12 erforderlich.

Bei Erbrechen im Zusammenhang mit einer Chemotherapie mit Zytostatika sind Setrone und das Kortikoid Dexamethason wirksam. Bei psychischen Essstörungen wie Anorexia nervosa und Bulimie ist eine psychiatrische Behandlung wichtig.

Mitunter muss das Präparat rektal verabreicht werden, damit es nicht vorzeitig wieder Erbrochen wird. In schwereren Fällen kann eine parenterale Gabe von Medikamenten und zusätzlich ein Flüssigkeits- und Salzausgleich von Nöten sein.

Im Angebot unserer Versandapotheke finden Sie unter der Unterkategorie Erbrechen und Reisekankheit sowie in der Rubrik Übelkeit und sonstige Magentherabeutika einige hilfreiche Mittel gegen Erbrechen.