Carnitin

Carnitin, besser L-Carnitin, ist eine natürlich vorkommende, chemische Verbindung, die aus den Aminosäuren Lysin und Methionin hergestellt wird und im menschlichen und tierischen Organismus unter Mithilfe von Vitamin C, B6, B12, Niacin, Folsäure, Eisen sowie verschiedenen Enzyme synthetisiert werden kann. Dieser vitaminähnliche Wirkstoff wird besonders beim Verzehr von Fleisch, vor allem Schwein, Schaf und Lamm, außerdem auch Fisch aufgenommen. In erheblich dürftigerem Maße ist L-Carnitin ebenso in Obst-, Gemüse- und Milchprodukten enthalten. Bei einer gemischten Kost werden pro Tag 100 bis 300 Milligramm L-Carnitin aufgenommen. Vegetarier hingegen führen sich mit der Nahrung durchschnittlich etwa nur 2 bis10 Milligramm L-Carnitin zu. Der Bedarf an L-Carnitin wird in diesen Fällen durch die endogene Synthese des eigenen Körpers gedeckt, wenn die essentiellen Kofaktoren Eisen, Vitamin C, Vitamin B6 sowie Niacin in ausreichender Menge vorhanden sind.

Da L-Carnitin wasserlöslich ist, treten beim Kochen Verluste des Wirkstoffes auf. Die Bioverfügbarkeit aus Lebensmitteln wird jedoch auf 100 Prozent geschätzt.

Das körpereigene L-Carnitin ist erheblich an der Energiegewinnung aus Fettsäuren beteiligt. Hierbei wird L-Carnitin allerdings nicht verbraucht, sondern regeneriert. Zudem ist es in der Lage den Cholesterinspiegel zu senken.