Biotin

Biotin (weitere Bezeichnungen sind Vitamin B7 oder Vitamin H) befindet sich in geringen Konzentrationen in fast allen Lebensmitteln. Es ist in Wasser löslich und wärmestabil, wird aber von ultraviolettem Licht zerstört.

Das Vitamin B7 ist ein wichtiges Enzym im Fettsäurestoffwechsel, da Biotin Fettsäuren auf- und abbaut. Es sorgt außerdem für einen geregelten Ablauf des Eiweißstoffwechsels, indem es die Aminosäure Leucin erzeugt und somit als Starter wirkt. Zudem fördert Biotin die Neubildung von Zuckerstoffen aus Eiweißen und Fetten im Kohlenhydratstoffwechsel. Und auch beim Cholesterinstoffwechsel spielt Biotin eine wichtige Rolle.

Die von der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Tagesdosis für Biotin liegt bei 30 – 60 µg. Für Säuglinge wird die erforderliche Biotinmenge mit 5 –10 μg/Tag angenommen und dies sollte bei der Ernährung des Babys unbedingt eingehalten werden, denn Vitamin B7 ist ein wesentlicher Faktor bei der DNA-Synthese. Mit dieser Funktion trägt es auch zum Wachstum des Kindes bei.

Ein Biotinmangel äußert sich durch Hautveränderungen, Muskelschmerzen, lokale Fehlempfindungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Überempfindlichkeit, Schläfrigkeit, Mattigkeit, Depressionen, Haarausfall bzw. Veränderungen der Haare, weiterhin durch brüchige Nägel, erhöhte Cholesterinwerte sowie eine stärkere Anfälligkeit für Infektionen.

In den Lebensmitteln Blumenkohl, Sojabohnen, Linsen, Haferflocken, Nüssen, Champignons, aber auch in der Leber, im Eigelb und in Sardinen ist Biotin in höheren Mengen enthalten.