Aspartam

Aspartam ist ein synthetisch hergestellter Süßstoff, dessen Energiegehalt mit 17 kJ/g ungefähr dem des Zuckers entspricht, der aber 180-mal süßer als Haushaltszucker ist und somit in viel geringeren Mengen eingesetzt werden kann. So haben Lebensmittel, die mit Aspartam statt Zucker gesüßt sind, einen erheblich niedrigeren Energiegehalt und werden daher für energiearme und auch Diabetes – Diäten eingesetzt. Ein weiterer Vorteil des Süßstoffes ist, dass Aspartam die Bildung von Karies deutlich weniger stark fördert.

Nachteilig ist allerdings, dass Aspartam nicht hitzebeständig ist und sich bereits bei über 100°C beginnt langsam und ab 150°C rasch zu zersetzen. Eine vollständige Zersetzung ist bei 196°C im Trockenzustand erreicht und bei einer Mischung mit einem Wassergehalt über 8 Prozent verläuft der Prozess noch wesentlich zügiger. Verwendet man Aspartam beim Kochen oder Backen, kann es sich in seine Einzelkomponenten zersetzen und so an Süßkraft verlieren.

Als Lebensmittelzusatzstoff wird Aspartam als E 951 deklariert und findet sich häufig auch in Kaugummis und Softdrinks, aber auch in Aspirin, Grippostad und anderen Medikamenten. Die Tagesdosis sollte 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht nicht übersteigen. Der Gebrauch von Aspartam ist nach heutigem Kenntnisstand somit doch recht sicher. Ein 70 Kilogramm schwerer Mensch müsste 266 Süßstofftabletten oder 26,6 Liter Cola light trinken, um auf diesen EU-Grenzwert zu kommen.

Menschen mit der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie müssen Aspartam allerdings meiden, da sie das enthaltene Phenylalanin nicht abbauen können. Aus diesem Grund müssen Lebensmittel, die Aspartam enthalten, eindeutig mit dem Hinweis „enthält eine Phenylalaninquelle“ oder „mit Phenylalanin“ gekennzeichnet sein. Um schwerste Hirnschäden zu verhindern, werden Neugeborene heutzutage generell auf Phenylketonurie getestet, da jegliche eiweißhaltige Ernährung, insbesondere auch Muttermilch, Menschen mit Phenylketonurie schädigen.

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