Alkohol

Wenn im Alltag von Alkohol die Rede ist, dann ist damit zumeist nur Ethanol gemeint. Die Gruppe der Alkohole, die in der Natur vorkommen, umfasst darüber hinaus auch Methanol, Propanol oder Butanol. Andere umgangssprachliche Namen für Ethanol sind Spirit, Weingeist oder Spiritus. Ethanol ist eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit mit würzigem Geruch. Es ist nicht nur in Form von Trinkalkohol, sondern auch als organisches Lösungs- und Desinfektionsmittel industriell von großer Bedeutung.

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Alkohol in der Ernährung

Trinkalkohol ist ein Genussmittel und zählt zu den legalen Suchtmitteln. Bei Erwachsenen steht einem halben Liter Bier oder einem Glas Wein am Tag nichts entgegen. Schwangere oder Mütter, die stillen, sollten aber generell auf Alkohol verzichten. Bereits im Mund und in der Speiseröhre wird ein Teil des aufgenommenen Ethanols in den Blutkreislauf geleitet. Der restliche Alkohol wird im Magen und Dünndarm resorbiert. Pro Stunde werden etwa 0,1 Gramm Ethanol pro Kilogramm Körpergewicht abgebaut. Verzehrt man vor dem Alkoholgenuss fett– und ballaststoffhaltige Lebensmittel, verlangsamt sich das Übergehen des Alkohols in das Blut.

Der Cholesterinspiegel wird durch Alkohol nicht erhöht, jedoch erhöhen sich die Triglyzerid-Werte. Daher sollten Menschen mit Fettstoffwechselstörungen alkoholische Getränke weitgehend oder vollständig meiden.

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Wirkung

Alkohol gelangt zum großen Teil über den Dünndarm schnell ins Blut und wird durch den Blutkreislauf im gesamten Körper verteilt. Wird Alkohol auf nüchternen Magen getrunken, dann erfolgt diese Resorption wesentlich schneller als bei einem gefüllten Bauch. Die Aufgabe der Leber ist es, den Alkohol im Blut wieder abzubauen. Für den Alkohol eines kleinen Bieres (0,25l) benötigt sie dafür etwa 1 bis 1,5 Stunden.

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Kleine Mengen Alkohol wirken meist anregend und angstlösend. Trinkt man jedoch mehr, dann kann der Alkohol gereiztes und aggressives Verhalten hervorrufen. Ein stark erhöhter Alkoholkonsum hat deutliche Folgen auf Körper und Geist:

– Die Konzentrationsfähigkeit und das Urteilsvermögen lassen nach.

– Das Bewegungsvermögen und die Koordination sind beeinträchtigt.

– Die Zunge wird gewissermaßen „schwer“ und damit die Sprache unklar und lallend.

– Das Sehvermögen ist eingeschränkt.

Schließlich übermannt den Betrunkenen eine starke Müdigkeit.

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Bei einem zu hohen Alkoholspiegel im Blut kann eine Alkoholvergiftung mit Koma und, im schlimmsten Fall, mit dem Tod eintreten.

Welche Auswirkungen Alkoholgenuss auf den Menschen hat, ist jeweils abhängig von der Menge Alkohol, die der Mensch zu sich genommen hat sowie von körperlichen und psychischen Konditionen. Auch die Gewohnheit an Alkoholkonsum ist kein unwichtiger Faktor.

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Folgen von Alkoholmissbrauch

Übermäßiger Genuss des Alkohols kann zu diversen Erkrankungen und bis zum Tod führen. Jedes Jahr sterben laut der Weltgesundheitsorganisation 2,5 Millionen Menschen infolge von übermäßigem Alkoholkonsum. Folgeerkrankungen einer zu hohen Alkoholzufuhr sind beispielsweise Leberzirrhose, Erkrankungen des peripheren Nervensystems, Bauchspeicheldrüsenentzündung sowie bestimmte Krebserkrankungen. Zwischen zwei und drei Prozent der Erwachsenen hier zu Lande sind alkoholabhängig und 10 bis 15 Prozent zählen zu den „Problemtrinkern“. Besonders bedenklich ist dabei, dass das Einstiegsalter für ständigen Alkoholkonsum auf derzeit 12 Jahre herabgesunken ist.

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Verwendung in der Medizin

Alkohol 70% V/V Hetterich

Alkohol wird wegen seiner desinfizierenden Eigenschaften im medizinischen Bereich zur Reinigung verwendet, z.B. zur hygienischen Hände- bzw. Wunddesinfektion oder für Kühlumschläge. In der Apotheke ist dafür 70-prozentiges Ethanol erhältlich, wie z.B. Hetterich Alokohol 70 / (V/V). In unserem Shop finden Sie unter den Produkten der Kategorie Wunddesinfektion weitere Produkte. Auch zur Konservierung kann Ethanol bei flüssigen Medikamenten hinzugefügt sein. Besonders bei pflanzlichen Präparaten ist dies der Fall. Als Beispiel seien hier die Bronchicum Tropfen genannt, die einen Alkoholgehalt von 27,7 Vol.-% aufweisen.